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Internationaler Tag gegen Folter: Westen hat Verpflichtung zum Handeln

Seit 2007 engagiert sich der Arbeiter-Samariter- Bund Österreichs in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.


Mit der Gründung der „Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH“ (GEZA) legt die Non-Profit-Organisation besonderes Augenmerk auf die Stärkung von Demokratie und Menschenrechte, auf Projekte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation und der Infrastruktur, aber auch auf die persönliche Betreuung von Menschen in Regionen, die besonders unter Gewalt, Folter und Willkür leiden.

 

Derzeit laufen über GEZA acht Projekte in Uganda, Mosambik, Simbabwe, Südafrika und in der Westsahara. Fünf Initiativen werden in Nicaragua, El Salvador und Guatemala durchgeführt bzw. begleitet. Sämtliche Projekte der GEZA werden von der Austrian Development Agency (ADA) gefördert, weitere Mittel kommen aus den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich.

 

In Guatemala werden unter anderem Exhumierungen von Massaker-Opfern begleitet. Durch die psychosoziale Betreuung von 450 Familienangehörigen von Ermordeten und einer Forschung über den Beitrag von Exhumierungen zur Wiedergutmachung wird die Umsetzung des Friedensabkommens von 1996, die Versöhnung und Demokratisierung in Guatemala, unterstützt. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Wiederherstellung der Menschenwürde und Aufarbeitung in dem vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichneten Land geleistet.

 

„Aber nicht nur in den Ländern des Südens, sondern auch hierzulande bedarf es der Informationsarbeit und Sensibilisierung“, betont ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. „Denn Friede, Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind Grundvoraussetzungen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Angesichts dessen sind nicht nur die Förderung von parlamentarischer Arbeit im südlichen Afrika, sondern auch die Informationsvermittlung zu entwicklungspolitischen Themen in Parlamenten der Wohlstandstaaten eine Notwendigkeit.“

 

Unter dem Vorsitz der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und den entwicklungspolitischen Sprechern der Parteien verfolgt GEZA das Ziel, den parlamentarischen Nord-Süd-Dialog zu fördern. Denn in der vom Rat der Europäischen Union verabschiedeten EU-Afrika-Strategie werden verstärkte, über die öffentlichen und diplomatischen Beziehungen hinausgehende Formen von Partnerschaften und Kooperationen gefordert.

 

Rückfragehinweis:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Bundesverband

Martina Vitek, Tel.: 0664/358 23 86

martina.vitek@samariterbund.net