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Kärntner Rettungshundeführer rettet Menschenleben

Gestern Sonntag hat der beherzte Einsatz von Christian und Gabriele Falle einem Arzt aus Deutschland das Leben gerettet. Der 52-Jährige erlitt beim Joggen einen Herzinfarkt in der Nähe des Hauses der Familie Falle in Velden, die gemeinsam mit Gabrieles Lebensgefährten sofort mit der Reanimation begann und diese bis zum Eintreffen des Notarztteams fortsetzte. Die Wiederbelebung glückte, und der Mann liegt nun auf der Intensivstation des Klinikums Klagenfurt.


„Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine Erste-Hilfe-Ausbildung ist. Im Notfall ist die erste Person vor Ort der wichtigste Helfer. Christian Falle hat das Wissen und das Selbstvertrauen eines Lebensretters“, lobt Mag. Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Samariterbundes Kärnten, den ehrenamtlichen Samariter. Als stellvertretender Kommandant der Samariterbund-Rettungshundestaffel Kärnten hatte Christian Falle einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert und verfügte über einen Notfall-Rucksack.

 

Die Samariter-Rettungshundestaffel Kärnten wurde erst im März dieses Jahres offiziell gegründet, kann aber bereits auf mehrere erfolgreiche Einsätze zurückblicken. So waren die Flächensuchhunde der Staffel Ende März gemeinsam mit Polizei, Hubschraubern, der Alpinpolizei, der Bergrettung und der Feuerwehr an der Suche nach einer abgängigen Frau beteiligt, die rasch gefunden und ärztlich versorgt werden konnte. Im April suchten neun Hundeführer des Samariterbundes gemeinsam mit anderen Einsatzkräften in Ebenthal am Radsberg nach einer seit längerer Zeit vermissten Seniorin – diese wurde tot aufgefunden. Kurz davor hatte die Rettungshundestaffel im italienischen Grado eine Übung durchgeführt.

 

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) verfügt über sieben Rettungshundestaffeln in fünf Bundesländern mit Trümmer- und Flächensuchhunden, Besuchs- und Therapiehunden sowie Mantrailer-Hunden, die Menschen aufgrund ihres individuellen Geruchs aufspüren. Alle Hundeführerinnen und Hundeführer sowie Einsatzhelfer sind ehrenamtlich tätig. Sie investieren viel Zeit in die Ausbildung ihrer Vierbeiner – sie dauert im Schnitt rund zwei Jahre – und trainieren selbst regelmäßig Erste Hilfe.

 

Die Samariterbund-Rettungshundestaffel Kärnten besteht derzeit aus zwölf Hundeführern, fünf Einsatzhelfern und 15 Hunden. Als Kommandant der Hundestaffel fungiert Franz Blatnik, sein Stellvertreter ist Christian Falle. Die Rettungshundestaffel kann für Sucheinsätze unter der Nummer 04242/25250 kostenfrei angefordert werden.