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Katastrophenhilfeübung KOKOMEX 5 - ASBÖ & Bundesheer üben gemeinsam

Vom 5. bis zum 7. Juli 2006 übte der ASBÖ gemeinsam mit der Sanitätsschule des Österreichischen Bundesheers bereits zum 5. Mal unter realistisch gestellten Bedingungen unterschiedliche Einsatzszenarien. Auf dem Katastrophenhilfe-Übungsplatz Tritolwerk in der Nähe von Wr. Neustadt probte man Suche, Rettung, Erstversorgung und Abtransport von Verletzten in schwierigem Gelände.


In aufwändigen Szenarien, wie Verkehrsunfällen, einer Explosion im Tunnel, einer Gasexplosion in einem Wohnhaus, der Rettung von Verletzten aus einem Schacht, aus einem Personenzug-Waggon und von Verschütteten in einer Schottergrube wurde trainiert, worauf es bei einem gemeinsamen Einsatz ankommt.

 

Der ASBÖ stellte unter anderem die Module Führung, zwei Rettungshundestaffeln und mobile Sanitätstrupps, die mit fünf Einsatzfahrzeugen und Katastrophenhänger (Basisgroßunfallsets und Hundehänger) in den Einsatz gingen. Von der Sanitätsschule des Bundesheers nahmen 25 Teilnehmer eines Unteroffiziers-Kurses teil. Vor allem die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Führungsstrukturen unter Stress wurde von beiden Organisationen trainiert.

 

Highlight war mit Sicherheit die Verlegung der Einheiten mit dem Bundesheer-Hubschrauber, der Personal zum Schadensgebiet und „Verletzte“ zur SanHist transportierte. Hier konnten vor allem die Samariterbund-Hundeführer die Flugtauglichkeit ihrer Vierbeiner überprüfen. Das Rettungshundeteam des ASBÖ konnte drei von vier Personen, die sich nach einer Explosion im Schockzustand schwer verletzt im Gelände verirrten, im Rahmen einer Suchübung rasch auffinden und den Rettungskräften zur weiteren Betreuung übergeben. Da keine Flächensuchhunde eingesetzt wurden, unterstütze der Hubschrauber aus der Luft die Suche nach der vierten Person.

 

Peter Erdle, Obmann des ASBÖ – Wien Favoriten und Bundesrettungsrat Wolfgang Zimmermann überzeugten sich vor Ort von den Leistungen der Rettungskräfte. Wesentliches Element beim Training: auch aus Fehlern wird gelernt, um die Einsätze noch mehr zu verbessern. „Diese Übung zeigte uns wiederum neue Erkenntnisse in der Einsatzabwicklung“, erklärte Zimmermann, „diese werden wir in unsere strategischen Ausrichtungen und in die Ausbildung einfließen lassen“.

 

An der Übung teilgenommen hat auch der Vizepräsident des Slowakischen Samariterbundes ASSR, Dr. Marcel Sedlacko, der sich von den Leistungen der österreichischen Organisationen beeindruckt zeigte.

 

Fotos: J. Riener