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Katastrophenübung in der Ukraine

Nachbarschaftshilfe im Ernstfall – damit dies reibungslos funktioniert, üben derzeit in der Ukraine SamariterInnen ein Katastrophenszenario unter realitätsnahen Bedingungen.


Übungsannahme ist wie folgt:

 

Nach einem massiven Erdbeben in den Greetischen Bergen in der Stärke von 6,4 nach Richter wurde die lokale Infrastruktur in diesem Gebiet in Mitleidenschaft gezogen. Die Bevölkerung und die Flüchtlinge in dem seit mehreren Jahren durch Kampfhandlungen geprägten Gebiet sind von einer effizienten medizinischen Versorgung sowie den Grundbedürfnissen des Lebens abgeschnitten. Es fehlt ihnen vor allem an Trinkwasser und Unterkünften.

 

Um 14.35 erreichte den Samariterbund eine Anfrage des Krisenmanagements und Zivilschutzes der Slowakischen Republik um Unterstützung der Hilfsarbeiten. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, unterstützt vom Deutschen Technischen Hilfswerk (THW) und dem ASSR (Slowakischer Samariterbund), entsendet insgesamt 11 Fahrzeuge mit 42 Personen. Hauptaufgabe der Kräfte ist die Aufstellung von "Search and Rescue" Teams, Zelte zur medizinischen Versorgung und Trinkwasseraufbereitung.

 

Zum derzeitigen Zeitpunkt liegen keine genauen Informationen über das genaue Ausmaß der Katastrophe vor. Weitere Informationen erhalten die Teams bei Ankunft in Kezmarok.

 

Ein Expolsionsunfall im Ort Vapenik erforderte eine Einsatzeinheit, der die verletzten Personen versorgte. Es stellte sich heraus, dass sich im Schadengebiet zwar ein Panzer befand, aber kein Militär. Die Einsatztrupps versorgten in Zusammenarbeit mt den Kollegen des slowakischen Samariterbundes und dem Entminungsdienst der Polizei die weiteren Verletzten.

 

Kurz nach diesem Vorfall wurde der Einsatzleiter alarmiert, dass sich die Sicherheitslage verschlechtert hat. Es erfolgte die Anweisung, eine Evakuierung des Lagers vorzubereiten.

 

Im Zuge der Evakuierung wurde der PKW-Konvoi von der lokalen Polizei gestoppt und genau überprüft. Die Polizei gab dann die Order aus, dass das Einsatzteam wieder zurück an den ursprünglichen Einsatzort müsse.

 

Danach mussten Informationen über die Bedürfnisse mehrerer Ortschaften erkundet werden und für die medizinische Versorgung der Bevölkerung gesorgt werden.

 

Die Einsatzteams des österreichischen und slowakischen Samariterbundes und des Technischen Hilfswerkes Landesverband Bayern konnten in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilschutzbehörde alle ihnen gestellten Aufgaben bewerkstelligen, die Übung wurde am 21.Oktober 2008 beendet.