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Kenia – ein Jahr nach der Dürre


Die neugebauten Regenwassertanks im Norden Kenias stehen für die Wasseraufnahme während der nächsten Regenzeit bereit. Angelika Maier, Projektleiterin der GEZA, besuchte Anfang Oktober unsere Projektstandorte in Kenia und war von den Fortschritten begeistert. Ziel des Projekts ist es den Zugang zu Wasser und Weideland für die halbnomadischen Viehzüchter der Region zu verbessern. Das Projekt wird von Samariterbund und GEZA durchgeführt und aus Mitteln von Nachbar in Not und Spenden finanziert.

Im Norden Kenias an der Grenze zu Äthiopien herrscht akuter Wassermangel. Die Region ist nicht nur sehr trocken, sie befindet sich auch in einem abgelegenen und schwer zugänglichen Gebiet. Durch stark schwankende Regenzeiten und wiederkehrende Dürren wächst die Armut, denn die Lebensgrundlagen der Menschen werden immer wieder zerstört.

In der Trockenzeit sind fast alle Wasserquellen erschöpft. So dauert es oft viele Stunden und manchmal Tage bis zur nächsten Wasserstelle. Schon zeitig am Morgen müssen die Frauen losziehen und 50 km oder mehr zurücklegen. Einige Frauen berichteten über die Strapazen, die sie auf sich nehmen müssen um Wasser zu holen. Ihre Kinder müssen sie bei Verwandten zurücklassen und auf dem Weg lauert Gefahr durch wilde Tiere.

Letztes Jahr um diese Zeit verteilten wir Nahrungsmittel und organisierten Wasserlieferungen. Die katastrophale Dürre von 2011 war für das Sterben vieler Ziegen, Schafe und Kamele – der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung – verantwortlich. In der Zwischenzeit hat sich die Lage etwas entspannt und die Herden sind wieder größer geworden. Einen Beitrag dazu leistet unser aktuelles Projekt. Drei von vier Regenwassertanks wurden bereits fertig gestellt und können bei der bevorstehenden Regenzeit Wasser aufnehmen. Zwei weitere Tanks wurden erfolgreich repariert.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes sicherzustellen haben wir Wasserkomitees gegründet, die sich um die Instandhaltung und Wasserverteilung kümmern. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Wassertanks auch für zukünftige Generationen ihren Zweck erfüllen. Für das Wasser wird ein kleiner Beitrag von den Konsumenten verlangt, mit welchen anfällige Kosten für Reinigung und Reparatur finanziert und auch Wasserlieferungen angefordert werden können.

Die Dorfbewohner sind für die Wassertanks sehr dankbar! Einige der Dörfer im Norden würden noch dringend einen Regenwassertank benötigen. Unterstützen Sie unser Projekt durch Ihre Spende!