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Koordinationsübung mit einem B-Szenario

Am 20. September 2010 fand im Tritolwerk auf dem Katastrophenübungsgelände des Österreichischen Bundesheeres eine Wiener Koordinationsübung der besonderen Art statt: Die Rettungskräfte mussten von einem Bioterrorismus-Anschlag ausgehen, bei dem gefährliche Krankheitserreger freigesetzt wurden.


Ing. Alexander Stolar, Strahlenschutzfachmann und verantwortlicher Bereichsleiter für ABC (Atomare, Biologisch, Chemische) -Angelegenheiten im Samariterbund Landesverband Wien war im Planungsteam für diese Übung. Es war auch gleichzeitig der erste „Einsatz“ der neu gegründeten SEG-CBRNE. Persönlich vor Ort war auch Peter Erdle, Katastrophenschutzbeauftragter des Samariterbundes Wien.

 

Unter der Leitung der Magistratsdirektion Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen (MD-KS), übten die Berufsfeuerwehr Wien (MA 68), die Berufsrettung Wien (MA 70), das Gesundheitsamt (MA 15), die 4fürWien (Samariterbund, Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter) sowie das Bundesministerium für Inneres (BM.I) und das Österreichische Bundesheer (ÖBH) sowie weitere Organisationen verschiedene Einsatzszenarien. Dabei wurde auch spezielles Material, Spezialausrüstung und Gerät eingesetzt und getestet.

 

"Die Übungssituation basierte auf einer simulierten, lokal begrenzten Freisetzung von Krankheitserregern - also von biologischen Stoffen. Die Übungsteilnehmer mussten die biologische Freisetzung messtechnisch erfassen, bewerten und die notwendigen Schritte zu deren Beseitigung einleiten. Außerdem mussten kontaminierte Personen dekontaminiert, basismedizinisch versorgt und transportfähig gemacht werden. Dazu bedurfte es der engen und vor allem koordinierten Zusammenarbeit zwischen allen Einsatzkräften und des Einsatzes aufwändiger Schutzmaßnahmen und leistungsfähiger Messtechnik und Schutzausrüstung", erklärt Alexander Stolar.

 

Dank des Einsatzes aller Beteiligten konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Für die Weiterentwicklung der Einsatzkonzepte wurden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Im Rahmen der Nachbesprechung dankte der Vertreter der MD-KS allen Beteiligten für ihre engagierte Teilnahme.