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Lampenfieber bei den Besuchshunden


Vergangenes Wochenende standen sieben Hunde samt ihren BesitzerInnen unter Prüfungsdruck: Nach einer rund zweijährigen Ausbildung, viel Praxis und einer 6-monatigen Intensivschulung fand die Einsatzüberprüfung für die Rettungshunde – Sparte Besuchshunde statt. Diese Prüfung ist Voraussetzung dafür, dass die Hunde später Kindergärten und Seniorenheime besuchen dürfen.

Sieben SamariterInnen aus drei Wiener Samariterbund Bezirksgruppen (Favoriten, Döbling und Floridsdorf-Donaustadt) stellten sich mit ihren Hunden der Prüfungskommission, die kontrollierte, ob sich die Hunde bei unterschiedlichen Szenarien mit Einzelpersonen und Personengruppen (Kinder, Erwachsene und Menschen mit besonderen Bedürfnissen) richtig verhalten.

Zur Prüfung traten an:            

  • Hannelore Erdle mit Darios (Golden Retriever)            
  • Michael Maikisch-Soher mit Josy (Golden Retriever)            
  • Inge Felkel mit Jenny (Labrador)            
  • Jochen Gold mit Kelly (Golden Retriever )            
  • Irene Kröppl mit Gibella (Golden Retriever)            
  • Wolfgang Zimmermann mit Hanny (Neufundländer)            
  • Ursula Pfeiffer mit Paula (Labrador)   

Sechs von sieben Teams haben die Prüfung bravourös bestanden; bei einem Team waren die Voraussetzungen noch nicht komplett erfüllt, aber die Teilnahme machte trotzdem Spaß und es konnten dabei wertvolle Erfahrung gesammelt werden, die bei der nächsten Prüfung sicher hilfreich sind. Ältere Menschen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder Kranke, auch an Demenz erkrankte Personen, profitieren vom Kontakt mit Besuchshunden. Sei es die freudige Erwartung auf den Besuch der Hunde, die gesteigerte Aufmerksamkeit und Konzentration oder die Förderung der Feinmotorik beim Streicheln oder Füttern der Hunde - HundeführerInnen mit ihren vierbeinigen Gefährten sind immer willkommene Gäste.

Qualifikation

Besuchshunde sind speziell ausgebildete Familienhunde, die gemeinsam mit ihren BesitzerInnen öffentliche Einrichtungen wie Wohn- und Pflegehäuser oder Schulen sowie Kindergärten besuchen. Wichtige Voraussetzungen für einen Besuchshund: Er muss geduldig, ruhig und vor allem "streichelweich" sein. Gemeinsam mit der/dem HundeführerIn wird ein Schulungsprogramm trainiert, bevor das Team in den Einsatz gehen darf. Diese Ausbildung gibt es vorerst nur beim Samariterbund. Beziehungsarbeit, Pädagogik, Freude, Spaß und Spiel stehen dabei im Vordergrund. Besuchshunde sind also keine Suchhunde und auch keine Therapiehunde.  

Nachwuchs gesucht!

Verstärkung ist jederzeit willkommen. Der Samariterbund sucht Hundeteams, die diese interessante Aufgabe übernehmen können und wollen. Mehr Informationen unter: www.samariterbund.net/rettungsdienst/rettungshunde