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Leben retten - kinderleicht

Gefahren erkennen, Hilfe holen und in die stabile Seitenlage bringen. Einfache Erste Hilfe-Maßnahmen können bereits Kinder leisten. Grundregeln der Ersten Hilfe und das richtige Verhalten in Notsituationen können daher nicht früh genug vermittelt werden.


Februar 2008

Februar 2008

Mit dieser Grundidee startet der Samariterbund Wien sein Projekt "Schule-Samariter" erstmals auch in Hernals. Die Volksschule Wichtelgasse 67 im 17. Bezirk erwartet am 19. Februar 2008 für mehrere Stunden ein Erlebnisseminar: Die Schüler erfahren Basisregeln in Erste Hilfe und die Notrufnummern, lernen Besuchshunde hautnah kennen und entdecken das Innere eines Rettungswagens.

 

Spielerisch erlernen die Volksschüler richtiges Verhalten in Notsituationen. Als Teil des Projekts wird jede Klasse mit Erste Hilfe-Taschen ausgestattet, deren Inhalt laufend vom Samariterbund ergänzt wird. "Ziel des Schulprojekts ist es, 6- bis 10-Jährigen die Angst zu nehmen und sie altersgerecht für Notfälle fit zu machen", so Andreas Hochleitner, Bezirksrettungskommandant der Samariterbund-Gruppe Döbling-Währing-Hernals-Alsergrund.

 

Die Samariter des Bezirks stellen ihre Arbeit ehrenamtlich, also kostenlos zur Verfügung. Als Unkostenbeitrag für das zum Einsatz kommende Material werden pro Schuljahr und Kind zwei Euro eingehoben. Eine gute Investition, um möglicherweise einmal ein Menschenleben retten zu können. "Denn auch wenn die Kinder noch klein sind und vielleicht nicht selbst helfen können, sind sie dennoch dank der Schulung in der Lage, rasch Hilfe zu holen", weiß Hochleitner.

 

Wichtig ist dem Samariterbund eine langfristige Begleitung der Kinder über die gesamten vier Jahre an der Volksschule. Das Projekt läuft seit einigen Jahren erfolgreich in rund 25 Schulen (Partnerschulen im 10., 11., 16., 17., 20. und 21. Bezirk), bei dem mittlerweile mehr als 2.000 sechs- bis zehnjährige Schüler spielerisch Erste Hilfe-Maßnahmen erlernen konnten.