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Migration als Chance für die Pflege

Samariterbund bietet spezielle Heimhilfe-Ausbildung für Menschen mit Migrationshintergrund


Im Jahr 2030 wird laut Statistik Austria rund ein Viertel der Bevölkerung älter
als 65 Jahre sein. Aufgrund der längeren Lebenserwartung wird die Nachfrage für Dienstleistungen im Bereich der Pflege und Betreuung in den nächsten Jahren stark zunehmen. Auch die Zahl der Hochaltrigen mit Migrationshintergrund wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich steigen.

"Schon heute haben wir zu wenig Pflege- und Betreuungspersonal. Wir wissen aber, dass die Anzahl Pflegebedürftiger steigen und der Anteil pflegender Angehöriger sinken wird. Stationäre und mobile Pflegeangebote müssen ausgebaut werden - aber das geht nur mit gut ausgebildeten, motivierten Fachkräften. Durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund werden wir im Bereich der Pflege und Betreuung auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert sein", erläutert Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Im Zuge dieser Entwicklungen bietet der Samariterbund Burgenland im Rahmen eines Pilotprojekts seit Februar 2013 in Kooperation mit dem BFI Burgenland eine spezielle Heimhilfeausbildung für Migrantinnen und Migranten an, um dem steigenden Personalbedarf gerecht zu werden. Dem Ausbildungskurs wurde ein Deutschkurs vorangestellt, um so die Deutschkenntnisse der Teilnehmenden noch weiter zu stärken und einen positiven Ausbildungserfolg zu ermöglichen. Das Projekt ermöglicht Migranten, die in Österreich aufenthaltsberichtigt sind und noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, eine Ausbildung zur Heimhilfe zu absolvieren sowie die Deutschkenntnisse zu verbessern und so auf dem österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

"Personen mit Migrationshintergrund bringen nach der Ausbildung neben ihren erworbenen Fachkenntnissen auch gleichzeitig Sprachkenntnisse mit. Diese sind für die Betreuung von Personen mit nicht deutscher Muttersprache oder im Kontakt mit deren Angehörigen sehr hilfreich", erklärt Hundsmüller. Die Kurse mit jeweils 15 Teilnehmern werden in Mattersburg und Güssing angeboten. Das Projekt wird von der burgenländischen Landesregierung finanziert.

Der Samariterbund bietet ein breites Angebot von der Hauskrankenpflege bis hin zur 24-Stunden-Betreuung. Mit österreichweit acht Pflegekompetenzzentren, sieben Seniorenkompetenzzentren sowie fünf Tageszentren und betreuten Wohneinrichtungen setzt der Samariterbund dem gesellschaftlichen Umschwung ein breites Unterstützungsangebot entgegen. Bewährte Dienstleistungen wie Essen auf Rädern, Heimnotruf, Hauskrankenpflege, Heimhilfe oder Besuchsdienst unterstützen Senioren dabei, auch bei Einschränkungen so lang wie möglich eigenständig leben zu können. Durch die 24-Stunden-Betreuung ist es auch für Menschen, die rund um die Uhr Unterstützung benötigen, möglich, in vertrauter Umgebung zu bleiben.

Rückfragehinweis:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Karola Foltyn-Binder
Tel.: 01-89 145-221 oder 0664/844 60 17
E-Mail: karola.foltyn-binder@samariterbund.net
www.samariterbund.net