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Nachtflug - Übung für den Ernstfall


Am 28. März fand für all jene, die im Rahmen von Szenariotrainings gerne einmal die vertraute Umgebung des Schulungsraumes verlassen wollen, die Fortbildung "Nachtflug" statt. Mitmachen konnten alle im Rettungsdienst Mitarbeitenden, die ihr Können in Sachen Wiederbelebung, Traumaversorgung, Menschenrettung und insb. Vorgehen nach den bekannten Algorithmen festigen und üben möchten.

Möglichst realitätsnah wurde ein Nachtdienst simuliert. In Dreierteams wurde ein Rettungsauto besetzt und zu gespielten “Einsätzen” geschickt. Diese sollten dann, wie im echten Dienst auch, samt Adresssuche, Anfahrt, Material, Versorgung, NEF-Unterstützung, Transportvorbereitung, Dokumentation, usw. abgehandelt werden.

Nach einer kurzen Vorbesprechung des genauen Ablaufs und zur endgültigen Einteilung der Teams um 17:00 Uhr in der Dienststelle Reindlstraße bekam jedes Team einen NKW zugeteilt. Diesen galt es dann, einsatzbereit zu machen, bis um 18:00 Uhr die ersten Fahrten zu den simulierten Fallbeispielen vergeben wurden.

Bis nach Mitternacht waren die Teams dann mit diversen Szenarien beschäftigt. So wurde zum Beispiel der NEF-Sanitäter des zur Hilfe geeilten “Notfallmedizinteams” selbst zum Patienten als er plötzlich Brustschmerzen und Übelkeit entwickelte. Im weiteren Verlauf erlitt der Patient einen Herz-Kreislaufstillstand und wurde von allen Teams erfolgreich wiederbelebt. Trotz anfänglicher Verunsicherung über den eigentlichen Patienten wurde das Beispiel von allen Teams hervorragend gelöst.

Drei weitere Fallbeispiele brachten, trotz eisiger Temperaturen, die meisten Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen. Die nächsten Aufträge führten die Teams nämlich zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall, bei dem mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Leonding ein LKW-Fahrer aus seinem Fahrzeug zu retten war. Weiters galt es, eine gestürzte, schwer verletzte Radfahrerin zu versorgen. Erschwert wurde diese Aufgabe durch die teils komplette Dunkelheit und das Fehlen eines Notarztes. Die Behandlung eines Falles akuter Atemnot durch eine allergische Reaktion brachte zur Abwechslung dann zumindest wenig physische Anstrengung mit sich.

Auch der Defi-Selfie-Wettbewerb brachte tolle Ergebnisse. Die beiden besten Teams fanden innerhalb kurzer Zeit jeweils vier Laiendefibrillatoren.

“Sehr gute Organisation und tolle Beispiele”,

“Wirklich coole Fortbildung, super Idee, interessante Fallbeispiele”,

so einige Stimmen der TeilnehmerInnen.