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Neue Initiative „Erste Hilfe für Kindernotfälle“ in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ und den Rettungsorganisationen


Landesrat Ing. Maurice Androsch: „Unterstützen Kurse mit 25-Euro-Gutschein.“

 

Beratung und Vorsorge haben im Land Niederösterreich einen hohen Stellenwert. Um das Angebot der Gesundheitsvorsorge für Kinder von der Geburt bis zur Schulzeit zu erweitern, wurde nun in Kooperation mit den Rettungsorganisationen die Möglichkeit geschaffen, Erste-Hilfe-Kurse speziell für Kindernotfälle zu besonders günstigen Konditionen zu besuchen. Die Initiative präsentierte Landesrat Ing. Maurice Androsch, heute, Donnerstag, gemeinsam mit Ing. Leopold Rötzer, Vizepräsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, und Otto Kernstock, Vizepräsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Niederösterreich, im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten.

 

„Die Mutter- und Elternberatung in Niederösterreich sei ein Projekt, das schon lange Bestand hat“, so Landesrat Androsch. „Das zeige, dass diese ein wichtiges Thema sei. Es gehe darum präventiv Maßnahmen zu setzen. Im Rahmen der „Frühen Hilfen" gebe es verschiedenste Projektträger wie die NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) oder den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS). In Niederösterreich gebe es insgesamt 333 Mutter-Elternberatungsstellen, in denen Ärzte und diplomierte Kinderkrankenschwestern Beratung und Unterstützung geben", bekräftigt Androsch.

 

Der Landesrat weiter: „Im Jahr 2014 wurden 21.675 Beratungen in Niederösterreich durchgeführt. Das sei eine große Zahl, davon habe es 280 Weiterempfehlungen an einen Facharzt gegeben.“ Androsch hob hervor, dass es im Rahmen der Mutter- und Elternberatung verschiedenste Projekte gebe, vor allem die Stillberatung, bei der speziell ausgebildete Stillberaterinnen Auskunft rund ums Stillen geben und das Projekt Apollonia, bei der über die optimale Zahnpflege bei Säuglingen informiert wird. Unter „Frühe Hilfe“ werde ein Gesamtkonzept von regionalen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bzw. Intervention in der frühen Kindheit - von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt - verstanden.

 

„Ein weiteres Projekt ist die Erste Hilfe bei Kleinkindern und Säuglingen. Wir unterstützen Notfallkurse der Rettungsorganisationen mit einem 25-Euro-Gutschein“, so Androsch. Es gehe um präventive Maßnahmen und „das Beste zum Wohle des Kindes“. Im medizinischen Notfall sei es wichtig, die richtigen ersten Schritte zu setzen. Aus Angst, etwas falsch zu machen, würden Sofortmaßnahmen oft zu spät eingeleitet werden. Mit der Initiative soll den Eltern diese Angst genommen werden. Androsch bedankte sich bei den beiden Vizepräsidenten von Rotem Kreuz und Samariterbund für die Kooperation.

 

„Ziel ist es, dass möglichst viele unserer Schüler mit Abschluss der Pflichtschule über einen Erste-Hilfe-Kurs verfügen. Unsere Botschaft zum Thema Erste Hilfe ist: „Erste Hilfe ist kinderleicht - nur Nichtstun ist falsch“, so Ing. Rötzer, Vizepräsident des Roten Kreuzes Niederösterreich. Er sei dankbar über die Unterstützung, die es seitens des Landes gebe. Die Ausbildung habe das Ziel, in schwieriger Situation richtig zu reagieren. „Es geht um Wissen, um Praktisches und um Übungen“, so Rötzer. 66 Prozent der Unfälle mit Kindern unter sechs Jahren fänden zu Hause statt, häufigste Todesursache bei Vierjährigen sei das Ertrinken. Vorsorge zu treffen sei daher besonders wichtig. „Unser Anliegen ist, dass in diesen besonderen Situationen Mütter lernen, schnell, richtig und unter der emotionalen Belastung zu reagieren, bis die Rettungskräfte eintreffen“, so Rötzer.

 

Im Jahr 2013 habe es in Österreich 2.670 Kinderunfälle bei Kindern mit 0 bis 14 Jahren gegeben, 476 Fälle davon in Niederösterreich. Wenn Kinder auf den Ofen greifen, auf dem ein Topf mit heißem Wasser steht, wenn sie ein Spielzeug verschlucken oder die Treppe hinunterfallen, greift rasch Panik um sich. „Wir bieten in den Kursen an, Paniken in den Griff zu bekommen und richtig den Notruf abzusetzen“, so Otto Kernstock, Vizepräsident des Samariterbundes Niederösterreichs. Es gehe darum, zu wissen, was vom Unfall weg bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu tun sei. Er sei daher sehr glücklich, dass das Land Niederösterreich bei diesen Kursen dazu zahlt. „Die Euro sind gut investiert, um sich richtig Schulen zu lassen. Ich freue mich auf einen tollen und regen Besuch in unseren Schulungszentren", so Kernstock abschließend.

 

Ab sofort bietet das Land Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund Säuglings- und Kindernotfallkurse im Ausmaß von acht Stunden an. Über die Mutter-Eltern-Beratungsstellen können Eltern einen Gutschein im Wert von 25 Euro zur ermäßigten Teilnahme erhalten. Die Kurskosten betragen insgesamt 55 Euro, mit Ermäßigung 30 Euro. Eingelöst werden kann der Gutschein in der nächstgelegenen Rotkreuz- oder Samariter-Rettungsstelle. Die Initiative läuft vorerst bis 31. Dezember 2017.

 

Samariterbund – ein starker Partner im Leben

Kinder bedeuten Verantwortung! Mit dieser Aktion können wir diese nicht übernehmen, aber wir können und wollen gemeinsam mit unseren Partner Eltern dabei unterstützen diese Verantwortung zu tragen.

 

Das Land Niederösterreich als starker Partner übernimmt als verlässlicher Partner einen Teil der Kosten und der Samariterbund die Inhaltliche Unterstützung!

 

Jedes Kinderlachen das verstummt ist eines zu viel! Daher unterrichten wir in dieser Ausbildung die unerlässlichen Erstmaßnahmen bei Notfällen. Vom richtigen Absetzten eines Notrufs bis zur Wiederbelebungsmaßnahme von Kindern und Säuglingen. Damit wollen wir die Eltern fit machen um diese Verantwortung noch besser wahr zunehmen und als erste Helfer das nötige Wissen vermitteln, das sie dabei unterstützt!

 

Inhalte der Ausbildung sind neben der Prävention, das richte verhalten im Notfall, die Versorgung von Blutungen und Verletzungen sowie das Vorgehen beim Verschlucken von Fremdkörpern. Ein weiterer Punkt ist die Wiederbelebungsmaßnahme bei Kindern und Säuglingen sowie die das Erkennen von Merkmalen, wenn die Kinderkrankheit zum Notfall wird.