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Neue Technologien werden Pflegeangebote in Zukunft verändern

"Tag der älteren Generationen“ am 1. Oktober fokussiert Ansprüche von SeniorInnen


"In Österreich haben wir ein engmaschiges Netz der Versorgung, aber angesichts der längeren Lebenserwartung wird es auch hier notwendig sein, die bestehenden stationären und mobilen Angebote der Pflege auszubauen und neue Übergangsmodelle zu schaffen", erklärt Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, anlässlich des internationalen "Tag der älteren Generationen" am 1. Oktober 2016. Vor allem die Technologie werde den Pflegebereich in Zukunft verändern und den Alltag der betroffenen Menschen in vielen Punkten erleichtern.

Dazu Reinhard Hundsmüller, Bundesgesch.ftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs: "Weil in den kommenden 35 Jahren der Anteil der Erwerbstätigen, die in Rente gehen, immer größer wird, droht ein deutlicher Anstieg der Sozialausgaben. Der Samariterbund ist bei vielen innovativen Projekten bereits in den Test-Phasen dabei und unterstützt die Entwicklung neuer Technologien durch unsere Erfahrungen, um für die zukünftigen Herausforderungen Lösungen zu erarbeiten."

So ist z. B. der Samariterbund Burgenland einer der Partner des Forschungsprojekts "Leichter Wohnen", bei dem in Kooperation mit dem Austrian Institute of Technology (AIT ) 50 Einheiten betreuten Wohnens an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst wurden: Sensoren bei Fenstern und Türen und im Badezimmer sollen ebenso wie ein Videotelefonsystem und ein digitales Gesundheitstagebuch zur Gewichts-, Blutdruck- und Blutzucker-Kontrolle für besseren Service und mehr Sicherheit sorgen.

Außerdem testet das Institut für Soziologie an der Universität Wien noch bis zum Jahr 2019 das lernende Computerspiel-System "EnterTrain" ("Entertainment by Training on a Personalized Exergame Platform"), das mit einem 3D-Sensor die Spielgewohnheiten und die Beweglichkeit der Benutzer analysiert und daraufhin den Schwierigkeitsgrad einzelner Spiele für die Generation 65+ festlegt. Daraus ergibt sich ein individuelles Mobilitäts-Modell, das als Grundlage für die Anpassung einzelner Übungen dient. Als erste Organisation, die mit dem Austria Gütezeichen im Bereich Hauskrankenpflege ausgezeichnet worden ist, hat der Samariterbund bei diesem Projekt eine führende Rolle übernommen und führt Befragungen und Analysen zu praktischen Erfahrungen in seinen Einrichtungen durch.

Mit zunehmendem Alter fällt es Menschen immer schwerer, im Alltag wie gewohnt zu agieren. Ein langes Leben in den eigenen vier Wänden ist aber dennoch möglich, wenn ein Netzwerk aus Helfern und Dienstleistern professionell koordiniert wird. Der digitale "escos Copilot" bietet entsprechende Lösungen an und soll nach umfangreichen Tests ab 2017 in Samariterbund-Pflegeeinrichtungen zum Einsatz kommen. Der "escos Copilot" wird dann das Samariterbund-Pflegepersonal mit Funksensoren unterstützen und wichtige Daten über den Status pflegebedürftiger Personen liefern, wenn das Personal nicht vor Ort ist. So werden sowohl bei der stationären als auch bei der ambulanten Pflege ohne Zutun der Klientinnen und Klienten z. B. das Verlassen des Bettes oder auch Stürze oder andere kritische Situationen erkannt.

Der Samariterbund hält schon jetzt ein breites Angebot für ältere Menschen bereit, die Unterstützung brauchen. Mit mobiler Pflege und Betreuung (Hauskrankenpflege, Heimhilfe, Besuchsdienst) Urlaubsbetreuung, 24-Stunden-Betreuung sowie Notruf-Systemen oder auch Essen auf Rädern kann dem Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren entsprochen werden, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. "Ist der Verbleib in der Wohnung jedoch nicht mehr empfehlenswert, dann können pflegebedürftige Menschen in mehr als 30 Einrichtungen und Wohngemeinschaften des Samariterbundes in ganz Österreich ein neues Zuhause finden", so Hundsmüller abschließend.

Rückfragehinweis: Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Mag. Martina Vitek-Neumayer Presse und Öffentlichkeitsarbeit
01 89 145-227 oder 0664/358 23 86
martina.vitek@samariterbund.net
www.samariterbund.net