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neues Notarzteinsatzfahrzeug


Mit dem heutigen Nachtdienst startet das neue, niederösterreichweit einheitliche, NEF (NotarztEinsatzFahrzeug) nun auch in Altlengbach. Das „NEF Lengbach“ mit der Funknummer 67/099 ist das erste Fahrzeug, von insgesamt 32, welches in den Dienst gestellt wird. Finanziert wird das länderweite Notarztsystem vom Bundesland NÖ. Die jeweiligen Landesverbände vom Samariterbund und dem Roten Kreuz sind die gemeinsamen Betreiber der Notarztmittel. Seit 2008 wird das sogenannte NEF-System von der Rettungsstelle Altlengbach in Kooperation mit dem Stützpunkt Neulengbach betrieben. Das besagte Einsatzfahrzeug ist abwechselnd im 2 Wochen Rhythmus in Neulengbach bzw. beim Samariterbund Altlengbach stationiert.

Für dieses Jahr ist die Umstellung von neun Standorten geplant – bis Ende 2016 sollen dann alle Stützpunkte abgeschlossen sein. Es werden Schritt für Schritt alle Notarztwagenstützpunkte auf das NEF-System umgestellt. „Das modernste, am Markt verfügbare Einsatzmittel wird in den Dienst gestellt und wird das Notarztsystem somit noch flexibler und effizienter machen. Die bestmöglichste Versorgung für unsere Patienten ist unser Ziel und dazu haben wir uns gemeinsam mit dem Roten Kreuz und dem Land Niederösterreich bekannt“, so der Landesrettungskommandant Werner Griessler vom Samariterbund Niederösterreich.

Das NEF Lengbach startete am 1. April in Neulengbach, ebenfalls noch im April werden die bisherigen Notarztwagenstützpunkte Tulln, nämlich am 13. April und Purkersdorf mit 27. April umgestellt.

Beim NEF handelt es sich um einen speziell dafür ausgestatteten und umgebauten PKW der von einem Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin gelenkt und mit einem Notarzt bzw. einer Notärztin besetzt ist. EKG und Defibrillator, Notfallmedikamente, Sauerstoff sowie rettungstechnisches Material und Zubehör zur notärztlichen Intervention werden mitgeführt. Das NEF-Team arbeitet im Einsatz immer mit einem RTW-Team zusammen. Der dem Notfallort am nächsten freie Rettungswagen wird gleichzeitig mitalarmiert und zum Notfallort entsendet. Das NEF selbst transportiert keine Patienten. Die notärztliche Versorgung erfolgt vor Ort und wenn der Patient stabilisiert ist, wird dieser an den RTW übergeben. Selbstverständlich wird – wenn medizinisch notwendig – der Patient auch vom Notarzt in Krankenhaus begleitet. Im Gegensatz zum NAW-System ist dadurch das NEF meist rascher für weitere Notfälle einsatzbereit. Im vergangenen Jahr gab es in Niederösterreich 215.000 Notfalleinsätze, davon wurden 38.000 von einem Notarzt durchgeführt. Die Qualität des Rettungsdienstes in Niederösterreich werde damit weiter angehoben.