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Neues Notarzteinsatzfahrzeug nahm den Dienst auf

Das erste neue NEF ging am Stützpunkt Lengbach in Betrieb: Mit 1. April 2015 wurde das erste neue Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Lengbach in Betrieb genommen. – Damit startet die niederösterreichweite Umstellung vom Notarztwagen auf das neue NEF-System.


Von Beginn an wird der Stützpunkt Lengbach gemeinsam von Samariterbund und Rotem Kreuz im Wechsel betrieben. Wobei das Notarztteam entweder von der Samariterdienststelle in Altlengbach oder vom RK-Neulengbach aus zu den Einsätzen fährt.

Für dieses Jahr ist die Umstellung von neun Standorten geplant – bis Ende 2016 sollen dann alle Stützpunkte abgeschlossen sein. Es werden Schritt für Schritt alle Notarztwagenstützpunkte auf das NEF-System umgestellt. „Das modernste, am Markt verfügbare Einsatzmittel wird in den Dienst gestellt und wird das Notarztsystem somit noch flexibler und effizienter machen. Die bestmöglichste Versorgung für unsere Patienten ist unser Ziel und dazu haben wir uns gemeinsam mit dem Roten Kreuz und dem Land Niederösterreich bekannt“, so der Landesrettungskommandant Werner Griessler vom Samariterbund Niederösterreich.

Das erste neue Fahrzeug startete am 1. April in Neulengbach, ebenfalls noch im April werden die bisherigen Notarztwagenstützpunkte Tulln, nämlich am 13. April und Purkersdorf mit 27. April umgestellt. Die Schulungen unserer Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sind bereits voll im Laufen. Nicht nur das System wird verbessert auch die neuen NEFs haben ein neues Design verpasst bekommen.

Beim NEF handelt es sich um einen speziell dafür ausgestatteten und umgebauten PKW der von einem Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin gelenkt und mit einem Notarzt bzw. einer Notärztin besetzt ist. EKG und Defibrillator, Notfallmedikamente, Sauerstoff sowie rettungstechnisches Material und Zubehör zur notärztlichen Intervention werden mitgeführt. Das NEF-Team arbeitet im Einsatz künftig immer mit einem RTW-Team zusammen. Der dem Notfallort am nächsten freie Rettungswagen wird gleichzeitig mitalarmiert und zum Notfallort entsendet. Das NEF selbst transportiert keine Patienten. Die notärztliche Versorgung erfolgt vor Ort und wenn der Patient stabilisiert ist, wird dieser an den RTW übergeben. Selbstverständlich wird – wenn medizinisch notwendig – der Patient auch vom Notarzt in Krankenhaus begleitet. Im Gegensatz zum NAW-System ist dadurch das NEF meist rascher für weitere Notfälle einsatzbereit. Im vergangenen Jahr gab es in Niederösterreich 215.000 Notfalleinsätze, davon wurden 38.000 von einem Notarzt durchgeführt. Die Qualität des Rettungsdienstes in Niederösterreich werde damit weiter angehoben.

Die Rettungswägen des Samariterbundes werden für das NEF-System zurzeit adaptiert und um- bzw. aufgerüstet. Das neue NEF-System wird durch die gemeinsame Kooperation der beiden großen Rettungsorganisationen mit dem Land Niederösterreich umgesetzt und entspricht der europaweiten Entwicklung im Rettungswesen.

 

Foto:

die beiden Landesrettungskommandanten Werner Griessler, Samariterbund und Werner Kraut, Rotes Kreuz.