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Niemand ist zu jung zum Helfen

Erstmals werden alle Kinder der 3. Volksschulklassen in Wien in der Wiederbelebung unterrichtet.


Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in Österreich, mehr als 12.000 Menschen pro Jahr sind betroffen. Nur jeder Zehnte überlebt. Profis wissen: Es ist möglich, die Überlebenschancen mehr als zu verdoppeln. Deswegen lernt in Wien ab sofort jedes Kind in der 3. Volksschulklasse, wie man Leben retten kann. „Kinder lernen sehr schnell, auch die Erste Hilfe. Als Erwachsene können sie dann auf dieses Wissen zurückgreifen und selbstbewusst helfen“, so Elisabeth Zwingraf weiter.

„Ich kann Leben retten“ - Als verlässlicher Partner wird auch der Samariterbund, genau wie die Johanniter Unfallhilfe, das Jugend Rot Kreuz, der Malteser Hospitaldienst und die Med Uni Wien, ausgebildete TrainerInnen für dieses Projekt stellen, die Kindern ab neun Jahren Erste Hilfe vermitteln. 

Im Mittelpunkt steht die Bewusstseinsbildung. „Schon Volksschüler können lebensrettende Hilfe leisten. Sie können einen Notfall erkennen, den Notruf wählen oder auch einen Defibrillator bedienen. Am Wichtigsten ist es aber, ihnen die Angst zu nehmen. Denn niemand ist zu alt oder zu jung, um zu helfen“, sagt Elisabeth Zwingraf, Leiterin der Samariterbund Schulung Wien. 

Der Samariterbund hat in Wien mit Unterstützung von 150 Volksschulkindern vor kurzem mit einem Flashmob auf die Wichtigkeit der Ersten Hilfe aufmerksam gemacht – gemeinsam mit 16 europäischen Samariter-Organisationen.