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Ordentliche Generalversammlung des Samariterbundes Österreichs

Am 20. Juni 2009 hielt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs in den Stadtsälen von Traiskirchen, NÖ seine 20. Bundeshauptversammlung (BHV) ab. Die 186 anwesenden Delegierten wählten ihren neuen Bundesvorstand, allen voran Präsident Dir. Franz Schnabl. Der sehr erfolgreiche und komplexe Leistungsbericht der abgelaufenen Periode, geboten von Präsident Schnabl, und sein Ausblick in die Zukunft waren sicher markanter Höhepunkt der umfangreichen Tagesordnung. Die Berichte und die Reden der Ehrengäste wurden von den Tagungsteilnehmern mit entsprechender Aufmerksamkeit verfolgt und die nötigen Beschlüsse erfolgten alle einstimmig.


Ein großer und repräsentativer Tag für den Samariterbund Österreichs im schönen Ambiente der Stadtsäle von Traiskirchen, der Dank ausgezeichneter Vorbereitung nicht nur reibungslos verlief, sondern auch ein beachtliches Lebenszeichen der zweitgrößten Rettungsorganisation unseres Landes setzte. Im Anschluss an die BHV feierte die Rettungsstelle der Gruppe Traiskirchen-Trumau unter Obmann LR aD. Bgm. Friedrich Knotzer ihr 25 jähriges Bestandsjubiläum mit feierlicher Segnung eines neuen Einsatzfahrzeuges.

 

Der Bundesgeschäftsführer des ASBÖ Bundessekretär Reinhard Hundsmüller konnte zur Tagung eine große Abordnung an Ehrengäste begrüßen. Eine besondere Ehre war es, dass Herr Bundesminister Rudolf Hundstorfer als Referent zur Vollversammlung sprach. Weiters waren der Ehrenpräsident Vizekanzler aD. Dkfm. Dr. Hannes Androsch, der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs BM aD. Karl Blecha, die Landesrätin für Gesundheit in NÖ Maga. Karin Scheele, der neu gewählte Präsident des Samariterbundes NÖ NR Bgm. Otto Pendl sowie NRin Maga. Christine Lapp, der Vizepräsident des LV NÖ LAbg. Otto Kernstock, LAbg. VBgm. Franz Gartner, der Geschäftsführer der Service Mensch GmbH Volkshilfe NÖ Mag. FH Gregor Tomsicek und der Hausherr LR aD. Bgm. Friedrich Knotzer im Kreise vieler hochrangiger ASBÖ - Ehren- und Würdenträger anwesend.

 

Der Bundesminister Rudolf Hundstorfer dankte dem Samariterbund für die unzähligen Stunden der Hingabe für die Menschen in unserem Land und die professionelle Hilfeleistungen im Einsatzfall für Verunglückte und Kranke. Auch in schwierigen Zeiten, wie wir sie gerade durchleben, wo die Wirtschafts- und Finanzkrise die Welt belasten und in Österreich dadurch von 170.000 Jobs in der Autoindustrie und deren Zulieferfirmen bereits 30.000 unwiederbringlich verloren gegangen sind, spielt der Samariterbund mit seinem umfangreichen Leistungsspektrum eine wichtige Rolle! In der Betreuung sozial schwacher Personen und Familien hat der Samariterbund Verantwortung übernommen und mit seinen Pflegekompetenzzentren bewiesen, dass er zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution geworden ist.

 

Dkfm. Dr. Hannes Androsch spricht ebenso von der großen Bedeutung des ASBÖ für die Gesellschaft und kommt natürlich in diesem Zusammenhang ebenso auf die Krise der Banken und Weltwirtschaft zu sprechen. Er wünschte seinen Samaritern für die Zukunft, dass sie mindestens jenen Erfolg der vergangenen Jahre weiter fortsetzen, gab aber mit auf den Weg, dass diese moderne Organisation durchaus in der Lage ist noch einiges draufzulegen.

 

PV-Präsident Karl Blecha dankte dem ASBÖ für die jahrelange ausgezeichnete Kooperation und hob die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den beiden Organisationen hervor. Der Samariterbund ist mit seinen Pflege- und Sozialeinrichtungen Österreichweit in einer führenden Position und für die rund 350.00 Mitglieder des PV ein täglicher Leistungsträger für viele Bedürftige.

 

In seiner Ansprache erwähnte Präsident Franz Schnabl besonders die Qualitäts- und Leistungssteigerung des Samariterbundes und die erfreulichen Zuwächse der Mitglieder.

Die Road.Show mit ihren bereits über 200 Einsätzen hat die Marke „Samariterbund“ im ganzen Land ins Bewusstsein der Bevölkerung geholt und den Bekanntheitswert der bedeutsamen Gesundheitsorganisation gesteigert. – Der Wiedererkennungswert des ASBÖ ist massiv gestiegen, dies ist selbstverständlich auch mit der mittlerweile 100%en Leistungsabdeckung im ganzen Land verbunden. Durch die Vielzahl an Aufgabenbereichen und der Wohlfahrtsstiftung spricht der ASBÖ jedermann an und ist für alle da! – Der Samariterbund ist im Gesundheitssystem ein wesentlicher Kompetenzträger geworden und wird als Fachexperte gerne gehört und in diverse Arbeitskreise kooptiert.

Wichtige Funktion übernahm der ASBÖ unter anderem auch in der Asyl- und Obdachlosenbetreuung sowie im Katastrophenhilfsdienst auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders hervorzuheben ist hier sicher der Sri Lanka - Einsatz, wo das Hilfsteam bei der medizinischen Versorgung und der Betreuung eine wesentliche Rolle inne hatte. - 365 Häuser wurden errichtet und übergeben.

 

Unzählige Projekte wurden realisiert und umgesetzt. Die ORF-Werbekampagne und der Mobile „Erste-Hilfe Assistent“ am Handy erbrachten einen tollen Bekanntheitserfolg. Der Präsident zeigte sich sichtlich erfreut und versprach für die Zukunft diesen klar definierten und eingeschlagenen Weg mit seinem Team weiter zu beschreiten. Er warb um Mithilfe und Unterstützung und danke seinen Samaritern für das ihm ausgesprochene Vertrauen.

 

Aufgrund von Geburtenrückgängen (Zivildienerzuteilungen sinken) und teilweisen Einbruch der Spendenbereitschaft (bis minus 60%, bedingt durch die Wirtschaftskrise) werden neue Herausforderungen auf unsere Organisationen zukommen. Der ASBÖ muss sich weiterhin vom „Einbeiner Rettungsdienst“ zum „Zweibeiner“ bis hin zum „Tausendfüßler“ entwickeln, um aus anderen Aufgabenfeldern alle seine Leistungen finanzieren zu können! - Ganz im Zeichen seines Slogans „Hilfe von Mensch zu Mensch“

 

Abschließend gratulierten die Samariter ihrem Altbundessekretär, der den Samariterbund Österreichs von der ersten Stunde an (ab der Widergründung nach dem 2. Weltkrieg) maßgeblich prägte und mitgestaltete, zu seinem bevorstehenden 80. Geburtstag und dankten BRR Erich Holaubek mit langem Applaus und Standing Ovation.

 

 

WAHLVORSCHLAG

Zur 20. ordentlichen Bundeshauptversammlung

am 20. Juli 2009

im Stadtsaal Traiskirchen

2814 Traiskirchen

 

Präsident

Dir. Franz SCHNABL

 

Vizepräsidenten

Abg. Z. NR Bgm. Otto PENDL (NÖ)

Dir. Mag. Günther ERHARTMAIER (OÖ)

Ing. Alexander PRISCHL

 

Mitglieder des Bundesvorstandes

Dkfm. Hans WEHSELY

Dr. Erich DÖRFLER

Dkfm. Dr. Siegfried SELLITSCH

KR Josef Paul HABELER

BM a. D. Karl BLECHA

Abg. z. NR Mag. Christine LAPP

LR a. D. Günter DÖRFLINGER, MBA

LAbg. Otto KERNSTOCK

Mag. Martin GAISBERGER

Mag. Joachim SALLABERGER

Ing. Wolfgang ZOTTL

 

Bundeskontrolle

Friedrich NECESANY

Bernhard DITACHMAIR

Gerhard WEININGER

 

Bundeskontrolle – Einsatz

Mag. Alois HÖFLER

Walter ZINKE

Friedrich NEUBACHER

 

Bundesschiedsgericht

Werner STEINWENDNER

Dr. Alfred PÜHRINGER

Ing. Willibald BERENDA