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Pflege: Weiterhin Sorgenkind der Nation

„Mit dem Fördermodell zur 24-Stunden-Betreuung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gesetzt worden. Aber der große Wurf ist es noch lange nicht. Vor allem nachhaltige Lösungsansätze für die Finanzierung der Pflegeleistungen sind derzeit nicht in Aussicht“, so ASBÖ-Präsident Franz Schnabl. Künftig soll die Finanzierung der Pflegeleistungen – diesen Vorschlag hat der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs schon mehrmals gestellt - nicht aus der weiteren Belastung des Faktors Arbeit resultieren, sondern aus zweckgebundenen Steuereinnahmen, wie beispielsweise aus der Schenkungs-, Erbschafts- oder Tabaksteuer.


Samariterbund-Präsident Franz Schnabl

„Derzeit ist der Faktor Arbeit schon sehr stark belastet, Einnahmen müssen daher aus anderen Quellen kommen. Eine Risikovorsorge sollte eingeführt werden“, so Schnabl. „Für Krankheit und Arbeitslosigkeit gibt es diese schon jetzt. Das Modell soll endlich auf für die Pflege ausgeweitet werden.“

Bis 2030 wird sich der Pflege- und Betreuungsaufwand vervielfachen (erwartet wird der vierfache Bedarf). Daher ist es notwendig, jetzt eine Pflegerisikogruppenversicherung einzurichten. Der Staat soll Abgaben Zweck widmen und die Erträge in diese Versicherung einzahlen, die zur Bedeckung der Spitzenkosten dient. Private Versicherungen sollen nur zur Abdeckung des Selbstbehaltes dienen.

 

„Es freut mich, dass unsere Forderung nach einer Risikoversicherung, die wir bereits im Jahr 2006 in unserem 10-Punkte-Programm stellten, auch von Kardinal Christoph Schönborn, Karl Öllinger, den Sozialsprecher der Grünen, und von SP-Landesrat Emil Schabl aufgegriffen wurden.

 

10-Punkte-Programm des ASBÖ:

 

www.samariterbund.net/oesterreich/pressefoyer/pressearchiv/544