Inhalt
< vorheriger Artikel

Projektreise nach Kenia und Äthiopien

Der Norden Kenias und der Süden Äthiopiens sind wasserarm und sehr trocken. Eine schlimme Dürre hat im Jahr 2011 viel Schaden angerichtet. Seither hat sich viel verändert.


Im März/April 2014 reisten die Projektleiterin der GEZA und ein Wassertechniker in den Norden Kenias und weiter in das südliche Äthiopien. Seit der Dürre von 2011 engagiert sich der Samariterbund in der Region. Zunächst wurde Nahrungsmittelhilfe geleistet, um akutes Leid zu lindern. Darauf folgte ein von „Nachbar in Not“ finanziertes grenzübergreifendes Katastrophenvorsorge-Projekt. Dabei geht es darum, die Widerstandsfähigkeit der Menschen im Fall einer zukünftigen Dürre zu erhöhen und ihre Lebensgrundlagen nachhaltig zu verbessern.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der sichergestellte Zugang zu Wasser. Je nach Standort und Gegebenheit sind unterschiedliche Maßnahmen gefordert: in der Chalbi Wüste (Kenia) haben wir mehrere unterirdische Wassertanks gebaut, die jeweils von einem ausgebildetem Wasserkomitee verwaltet und Instand gehalten werden. Während der Regenzeit führen sie ausreichend Wasser. Danach kann das Dorf kostengünstig einen Wasser-LKW aus der nächstgelegenen Stadt organisieren und ihren Tank als Speicher verwenden.

Die 21-jährige Doko berichtet, dass sie früher eine zweitägige Reise zur nächsten Wasserstelle benötigte. Die Wasserbeschaffung war nicht nur strapaziös sondern auch mit Gefahren wir z.B. durch wilde Tiere verbunden. Durch das Projekt befindet sich nun ein Wassertank in ihrem Dorf Dakane.

Auf der äthiopischen Seite gibt es in Magado sogar Quellwasser, das bisher nur für geübte Kletterer zu erreichen war. Dort haben wir eine Leitung verlegt und am Fuße des Hügels eine Viehtränke gebaut.

Damit das Vieh auch genügend Futter hat, war es notwendig Weideland zu schaffen. Große Flächen sind von invasiven Dornenbüschen und Unkraut befallen und liegen brach. Mit unseren lokalen Partnern haben wir Trainings für die Aufbereitung des Weidelands organisiert und Materialien bereitgestellt. Mittlerweile konnte ein großes Gebiet wieder nutzbar gemacht werden.

Darüber hinaus haben wir verschiedene Kooperativen ins Leben gerufen: sie widmen sich der Viehzucht (v.a. Ziegen und Rinder), dem Anbau von Getreide und Bohnen und der Bienenzucht. Viele sind gleichzeitig Spargruppen, die monatlich einen Betrag einzahlen und sich gegenseitig Kredite vergeben. Die Gruppen, die oft von Frauen geleitet werden, erzählten uns mit Begeisterung von ihren Erfolgen.