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Rapid Response Team (SA-RRT) bei UN-Erdbebenübung in Armenien

Bei der Übung vom 23. – 27. März vertraten Josef Riener, Leiter der Abteilung Einsatz und Teamleader des RRT sowie Wolfgang Wedan, Squadleader der Rettungshundestaffel, den Samariterbund und Österreich. Als Teil der internationalen Gemeinschaft trug das RRT zum erfolgreichen Gelingen der Übung teil.


Alle Teilnehmer wurden nach einer kurzen Einweisung zum Flughafen gebracht, durchliefen die Einreiseformalitäten, meldeten sich danach zeitversetzt beim Ankunftscenter an und wurden anschließend zur örtlichen Einsatzleitung in Yerevan gebracht.

 

Den internationalen Einsatzgruppen aus 22 verschiedenen Ländern wurden von der örtlichen Einsatzleitung Schadensgebiete entsprechend ihrer Klassifizierung zugeteilt. In geraffter Form wurden die Prozeduren der INSARAG, Schadensstellenerkundung, wie Berichte an die Einsatzleitung, Planung des mehrtägigen Such- und Rettungseinsatzes Umgang mit den örtlichen Behörden, Erstellung und regelmäßige Updates eines Arbeitsplanes, Erfassung der Bedürfnisse für die betroffene Bevölkerung, Berichte in der Virtual OSOCC (Internetplattform der Vereinten Nationen), Abhalten regelmäßiger Teamleader Besprechungen, Erstellung eines Demobilisierungsplanes und Erstellung eines Endberichtes an die UN OCHA, praktisch durchgeführt.

 

Gemäß INSARAG wurde klar festgehalten, dass keine reinen Suchteams (Mann, Hund und Rucksack) mehr akzeptiert werden. Jede international eingesetzte Einsatzgruppe muss gefundene Verschüttete auch technisch befreien und medizinisch versorgen können und die geforderten 10 Tage autark (bis auf Transport und Treibstoffe) sein.

 

Die Betreuung der Übungsteilnehmer durch UN OCHA und ARS (Armenian Rescue Service) war hervorragend.

 

In bilateralen Gesprächen mit Lehrern der ARS Akademie ergab sich großes Interesse an einer Kooperation im Bereich Ausbildung und spezieller Rettungs- und Bergefortbildung, da Österreich aus dem Einsatz 1988 sowie aus gemeinsamen Einsätzen in der Türkei großes Ansehen genießt.