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Realitätsnaher Übungseinsatz für die Sicherheit der Bevölkerung vergangenes Wochenende in Tirol.

Die Katastrophenhilfe gewinnt für den Samariterbund - sowohl im In- als auch im Ausland - immer mehr an Bedeutung. Nationale und internationale Erfahrungen - wie etwa im Rahmen der Hilfe für Tsunami-Opfer in Südost-Asien - sowie modernste Ausrüstung machen den ASBÖ zu einer schlagfertigen und leistungsstarken Hilfsorganisation im Katastrophenfall.   Die TeilnehmerInnen an der Katastrophenhilfsübung wussten nicht, was auf sie zukommt: Sie wurden per SMS zum Einsatz gerufen. Die Übung wurde unter erschwerten Bedingungen (Schlafentzug, Kälte, Übernachtung im Freien, etc) durchgeführt und alle TeilnehmerInnen konnten unter professioneller Aufsicht von ExpertenInnen an ihre physischen und psychischen Grenzen herangeführt werden. Dadurch lässt sich die Eignung der TeilnehmerInnen für den Katastrophenhilfsdienst praxisnahe beurteilen.


Stabsitzung

Einsatzfahrzeuge

Verkehrsunfall

Markus Kappel

Verkehrsunfall 12 Verletzte

Alexander Malleschitz

Eine Besonderheit dieser Übung war eine simulierte Kooperation mit internationalen Organisationen. Das Ausgangsszenario: Der Samariterbund Tirol fordert nach "Erdbeben mit Murenabgängen" Verstärkung vom ASBÖ Bundesverband an. Der Bundesverband formiert sein Rapid Response Team (RRT) und bittet die internationalen Samariterbund-Organisationen Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASBD), den slowakischen Arbeiter-Samariter-Bund (ASSR), das "Weiße Kreuz Südtirol" sowie das "Technische Hilfswerk, Landesverband Bayern" um Unterstützung. In wenigen Stunden formierte sich eine internationale Einsatztruppe, die in der gesamten Wildschönau an verschiedenen Schadensereignissen arbeitete. Eingesetzt wurden unter anderem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, mit der die gesamte Bevölkerung der Region mit Trinkwasser versorgt werden kann und eine Feldküche, mit der innerhalb von drei Stunden bis zu 5.000 Mahlzeiten zubereitet werden können.

 

Von seiten des Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Burgenland hat Landesrettungsrat Alexander Malleschitz an dem viertägigen Hilfseinsatz teilgenommen. Malleschitz war bereits bei der Tsunami-Katastrophe 2005 in Sri-Lanka für den ASBÖ im Trinkwassereinsatz und hat seitdem auch die Ausbildung zum "Teamleader" für Hilfs- und Katastropheneinsätze erfolgreich absolviert und an internationalen Übungen teilgenommen. Als weitere Mitarbeiter des Samariterbund Burgenland waren auch Markus Kappel (Rettungsstellenleiter Hornstein) sowie Peter Wanke (Bereichsleiter Großhöflein) sowie Bernd Pechhacker und David Fehringer im Team.