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Rettungsgasse wird 2012 eingeführt

Per 1. Jänner 2012 soll auf Österreichs Straßen die Rettungsgasse eingeführt werden. Das hat Verkehrsministerin Doris Bures heute bei einer Pressekonferenz angekündigt. Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, begrüßt die Einführung der Rettungsgasse. Der Samariterbund wird im Rahmen einer Expertengruppe im Laufe des kommenden Jahres die Einführung der Rettungsgasse und die entsprechenden Informationskampagnen begleiten.


Eine sogenannte Rettungsgasse wird gebildet, sobald sich auf einer Autobahn oder Schnellstraße ein Stau anbahnt oder ein Unfall ereignet hat. Die Fahrer auf der linken Spur weichen nach links aus und die auf der rechten Spur auf den Pannenstreifen, um die Einsatzfahrzeuge in der Mitte unbehindert durchfahren zu lassen.

 

"Der Erfolg eines 'Systems Rettungsgasse' ist davon abhängig, wie hoch die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist", betonte die Verkehrsministerin. "Das ist nur möglich, wenn die Verkehrsteilnehmer ausreichend informiert werden", so Bures. Die Zeit bis zur Einführung - geplant für den 1.1.2012 - soll daher intensiv für die Information der Bevölkerung genutzt werden. Auch die Straßenverkehrsordnung muss angepasst werden. Ein entsprechender Entwurf liegt bereits vor und wird ab morgen von einer Expertengruppe beraten. Auch mit den Fahrschulen werden Gespräche aufgenommen, sodass in der Führerscheinausbildung schon vor Inkrafttreten über die Rettungsgassen informiert wird.

 

"Ich freue mich, dass der Arbeiter-Samariter-Bund, das Rote Kreuz, die Freiwilligen Feuerwehren und die Asfinag gemeinsam mit dem Verkehrsministerium eine neue Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit präsentieren", so Bures. Es gab in den letzten Monaten intensive Gespräche mit allen Beteiligten, von den Feuerwehren bis hin zu den Autofahrerklubs und der Exekutive: "Alle sind für die Einführung". Die Ministerin bedankte sich für die gute Kooperation mit den Beteiligten.