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Samariter als Lebensretter


Am Abend des 22. Jänner würde Frau Roswitha P. plötzlich übel. Sie ging in die Küche um ein Glas Wasser zu trinken, bekam Kreislaufprobleme, legte sich auf den Boden, aber die Schmerzen in der Brust wurden immer stärker. Mit letzter Kraft rief sie nach ihrem Mann, der gerade im Keller war und der sofort die Rettung verständigte. Zum Glück waren der Rettungssanitäter Mario R. und der Zivildiener Sebastian M. zufällig wegen eines Krankentransportes ganz in der Nähe des Unfallortes. „Sekunden werden zu Stunden. Ich hatte eine panische Angst“, erzählt Frau P.

Als Mario R.  in der Wohnung eintraf, rief er sofort den Notarzt, versorgte die Frau mit Sauerstoff und sprach beruhigend auf sie ein. „Frauen haben keine typischen Herzinfarktsymptome, aber er hat sofort erkannt, wie ernst die Situation ist und hat mir mit seinem Verhalten das Leben gerettet. Ich werde nie seine braunen Augen vergessen, die mich davon abhielten mich aufzugeben. Immer wieder forderte er mich auf, ihn anzuschauen und nicht einzuschlafen. In meiner Angst habe ich ihn immer wieder gebeten, mich nicht allein zu lassen und sein Satz ‚Ein Waldviertler lässt keinen im Stich’ wird mir ewig in Erinnerung bleiben“, schildert Frau P. gerührt.

Nach Eintreffen des Notarztes und einer Erstversorgung wurde Frau P. in die nächste Klinik gebracht, wo ein Hinterwandinfarkt festgestellt wurde. Durch die rasche Rettung konnte sich Frau P. schnell und ohne gröbere Folgen erholen. Bevor sie aber zur Rehabilitation fährt, war es ihr ein großes Bedürfnis, sich bei den Rettern noch einmal persönlich zu bedanken. „Wir haben immer gewusst, warum wir den ASBÖ unterstützen. Ihr macht tolle und menschliche Arbeit“, herzte sie beim Wiedersehen die beiden Helfer. Für Mario R. war es sein erster derartiger Einsatz: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man helfen konnte“.