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Samariter als Schutzengel

„Aus heiterem Himmel sackte Johannes mitten im Bus zusammen und hörte auf zu atmen“, schildert seine Freundin Birgit die dramatischen Ereignisse.


Ihr Freund, der 28-Jährige Bankangestellte Johannes aus Purkersdorf erlitt im Nachtbus der Linie 49 in Wien-Neubau ein plötzliches Herzversagen.

 

Sofort schrie ein Zeuge des Vorfalls nach Leuten mit medizinischen Kenntnissen – und hatte Glück. Geistesgegenwärtig stürmten Samariter Michael (22) und der Zivildiener Wolfram (18) zum reglosen Patienten und begannen mit der Reanimation.

 

15 Minuten lang holten sie den 28-Jährigen immer wieder ins Leben zurück, bis die Rettung eintraf und den Patienten ins Krankenhaus brachte. Dort wurde Johannes, der einen angeborenen Herzfehler hat, operiert. Mittlerweile geht es ihm wieder besser. Er trägt jetzt seinen Schutzengel direkt am Herzen – ein kleiner Defibrillator wurde ihm eingesetzt, der nun seinen Herzrhythmus überwacht.

 

Dank ihrer vorbildlichen Zivilcourage retteten die zwei jungen Helfer Johannes das Leben. „Leider schauen viele Leute in solchen Situationen einfach weg“, so Michael. „Dabei ist es doch wichtig und schön, wenn man helfen kann.“

 

Die SamariterInnen der Gruppe Floridsdorf-Donaustadt sind mit Recht stolz auf ihren Michael.