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Samariter bei KIT 06

654 ExpertInnen aus dem deutschen Sprachraum und England kamen vergangenes Wochenende in Innsbruck zur KIT 06.


Krisenintervention und Stressmanagement sind unverzichtbare Bestandteile jedes Rettungseinsatzes. Die Belastung für Rettungskräfte einerseits aber auch von Betroffenen sind im Ernstfall extrem hoch. Sorgsame Bertreuung und fachlicher Umgang sind unverzichtbar. Krisenintervention (KIT) ist Teil professionellen Umgangs mit Notfällen.

 

Der Samariterbund Wien war bei der vom Roten Kreuz Tirol organisierten KIT 06 in Innsbruck mit einem Referenten bei der 3tägigen Tagung vertreten. Günter Bahr, akad. Experte für Krisenintervention und Stressmanagement, ist derzeit mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung von KIT-Teams in Wien und Umgebung betraut.

 

Über (Organisations-) Grenzen hinweg

Bahr leitete einen Workshop unter dem Titel: „Wir und die anderen - Zusammenarbeit mit anderen Einsatz-Organisationen.“ Im Einsatz sind alle Betroffenen, unabhängig von welcher Organisation sie versorgt werden, Belastungen ausgesetzt, und dies muss in der Organisation der Betreuung seinen Niederschlag finden. Dies macht eine Kooperation aller am Einsatzort vertretenen Einsatzkräfte notwendig – der Workshop beschäftigte sich mit möglichen Folgen, die sich in der Zusammenarbeit daraus ergeben. In der Diskussion um aktuelle Fragen in der Betreuung von Menschen nach belastenden Ereignissen konnten dann auch große Ähnlichkeiten in der Vorgangsweise festgestellt werden. „Ich glaube, mein Ziel, zu beweisen, dass die Unterschiede zwischen den Organisationen viel kleiner sind, als manche denken, habe ich erreicht“, zeigte sich Günther Bahr mit dem Ergebnis des Workshops zufrieden.