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Samariter beim BM.I-Workshop für Katastropheneinsätze

Auf Einladung des Bundesministeriums für Inneres, der Abteilung II/4, Zivilschutz-, Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, fand am 12. Dezember der 4. Informations-Workshop im Vortragssaal der Bundespolizeidirektion Wien statt.


Die Abteilung Zivilschutz-, Krisen- und Katastrophenschutzmanagement ist in zwei Referate gegliedert: "Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement sowie Zivilschutz" und "Internationale Zivilschutz- und Katastrophenhilfeangelegenheiten". Zu den Aufgaben der Abteilung zählt auch die Vertretung Österreichs in der Europäischen Union. Auf EU-Ebene wurde ein wirksames Verfahren für gemeinsame Katastropheneinsätze innerhalb und außerhalb der Union geschaffen, an dem sich Österreich aktiv beteiligt. Hier arbeitet das BM.I eng mit den Österreichischen Hilfs- und Einsatzorganisationen zusammen.

 

Zielgruppe dieses Workshops sind Personen, die im Rahmen von internationalen Einsätzen operativ tätig sind und über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten berichten können. Gleichzeitig soll diese Veranstaltung dazu dienen, dass man Erfahrungen austauschen und sich intensiv vernetzen kann. Eine wichtige Rolle in der Katastrophenhilfe spielen sogenannte Rapid Response Teams, die zu kleinen, flexibel und schnell einsetzbaren Einheiten/Module zusammengefasst, weltweit kurzfristig, meist innerhalb eines Tages, Soforthilfe leisten können. Der Samariterbund in Österreich verfügt hier unter anderem auch über ein Urban Search & Rescue (MUSAR)- Modul welches bei der Europäischen Kommission als EU Katastrophenschutzmodul eingemeldet ist.

 

Offizielle Vertreter des ASBÖ waren Wolfgang Zimmermann, Wolfgang Krenn, Harald Steinmetz und Manfred Führer. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Tagesordnung wurde mit dem ersten Informationsblock begonnen. Der Gastvortragende Dr. Peter Billing, stellvertretender Leiter der Emergency Response Unit, DG ECHO berichtete aktuelles zum Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz und zur Katastrophenhilfe im Rahmen der Vereinten Nationen sowie NATO/PfP. Weiters gab es eine aktuelle Übersicht über österreichische Hilfsleistungen im Zeitraum Dezember 2010 bis Dezember 2011.

 

Nach dem Mittagessen gab es vorerst einmal ein Gruppenbild bevor der zweite Informationsblock begann. Es folgten Einsatzberichte aus Japan, Libyen, Zypern und Türkei sowie ein Gastvorträge über den aktuellen Stand und Aufbau von Modulen. Es folgten danach Übungsberichte von Einsatzorganisationen wo auch der Arbeiter Samariterbund Österreichs ein Gastvortrag hielt und etwas berichten konnte. Der Abschluss des für alle interessanten Tages war ein gemeinsames Abendessen.