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Samariter sind nicht nur im Rettungsdienst unterwegs

Abseits des Rettungs- und Krankentransportdienstes sind Mitarbeiter des Samariterbundes auch im sozialen Bereich engagiert.


Kirchbichl – Auf ein äußerst erfolgreiches Jahr kann der Landesgeschäftsführer des Samariterbundes Tirol, Gerhard Czappek, zurückblicken. Leistungssteigerungen in fast allen Sparten und der Bezug der neuen Tirol-Zentrale in Kirchbichl krönten seinen Bericht. So wurden von den Stützpunkten Kirchbichl, Schwaz und Innsbruck an die 22.000 Rettungs- und Krankentransporte absolviert und in den Bezirken Kufstein und St. Johann 1300 Notarzteinsätze geleistet. Zudem kommen noch 6600 Behindertentransporte und 160 First-Responder-Einsätze in der Wildschönau.

„Der Samariterbund Tirol ist zwar schon lange durch die Beteiligung im Tiroler Rettungs- und Notarztdienst bekannt, hat sich aber auch in anderen Bereichen sehr erfolgreich entwickelt“, berichtete der Geschäftsführer. So werden etwa die Dienste wie die Installierung und der Betrieb von Heimnotrufgeräten, Transporte für Menschen mit Behinderung, Erste-Hilfe-Kurse, aber vor allem die ambulante Familienbetreuung in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe Tirol sehr stark nachgefragt. In Zahlen gegossen bedeutet dies über 100 EH-Kurse mit knapp 1300 Teilnehmern und 460 unterstützte Familien im Rahmen der ambulanten Familienbetreuung. Sanitätsdienste bei den verschiedensten Events seien ebenfalls ein wichtiges Standbein geworden, betont Czappek. So werden inzwischen neben Rettungswagen auch eigene Blaulichtmotorräder mit Notfallausrüstung vor allem bei Lauf- und Radveranstaltungen gebucht, was wiederum zu günstigeren Angeboten führe. Auch 2017 stehen neben Triathlonveranstaltungen Highlights wie etwa die Biathlon-WM in Hochfilzen oder die Junioren-WM im Eisschnelllauf in Innsbruck auf dem Programm, wie der Samariterchef berichtet.

„Zusätzlich konnte der Samariterbund Tirol in der neuen Kirchbichler Zentrale ein eigenes Katastrophenlager einrichten, das vor allem durch Spendengelder finanziert wurde“, freut sich Czappek. „Hier werden Materialien für Großunfälle und Katastrophen gelagert, die im Ernstfall gemeinsam mit jenen des Roten Kreuzes in den Einsatz gebracht werden“, sagte Czappek und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Tirol. Die Kooperation mit dem Sozialsprengel Kufstein bei der Auslieferung von Essen auf Rädern habe sich auch bestens bewährt, im Jahr 2016 wurden über 5500 Portionen zugestellt.

Gerhard Czappek kann auf 170 Ehrenamtliche, 35 Hauptberufliche im Rettungsdienst und 65 Freie Dienstnehmer in der ambulanten Familienbetreuung und 30 Zivildiener zurückgreifen. Für zehn Jahre treue Mitarbeit wurden kürzlich Christian Brunner, Franziska Feher und Stephan Mahl ausgezeichnet.

(TT, wo) KufsteinLokal Dienstag, 17. Jänner 2017