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Samariterbund: „Alkolock“-Programm wird nicht verlängert

Bewährungssystem für Alko-Lenker*innen wurde vom Ministerium ersatzlos gestrichen. Das Aus bedeutet für Betroffene, die das Auto beruflich nützen müssen, sehr oft Jobverlust.

„Alkoholisierte Fahrerinnen und Fahrer sind eine große Gefahr im Straßenverkehr. Von seinen Rettungseinsätzen weiß der Samariterbund, dass Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist, für alle Beteiligten sehr oft katastrophal ausgehen“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Samariterbund-Bundesgeschäftsführer zum erfolgreichen Abschluss des „Alkolock“-Programms.

Jedes Jahr wird in Österreich rund 26.000 Personen der Führerschein wegen Alkohol am Steuer entzogen. Mehr als ein Viertel dieser Lenker*innen (rund 7.000) fahren trotzdem ohne Führerschein weiter. Ungefähr 4.000 davon setzen sich auch wieder alkoholisiert ans Steuer. „Eine gute Möglichkeit, um gefährliche Trunkenheitsfahrten zu verhindern, ist der Einsatz von ‚Alkolocks‘, die den Start eines Fahrzeugs verhindern, wenn beim Fahrer Alkohol in der Atemluft registriert wird“, so Hundsmüller. Moderne elektronische Alkohol-Wegfahrsperren („Alkohol-Interlocks“) verhindern, dass Alko-Lenker*innen betrunken am Straßenverkehr teilnehmen und dadurch andere Menschen gefährden.

Auf Bewährung beim Samariterbund

Am 1. September 2017 trat in Österreich das Alternative Bewährungssystem (ABS) – befristet auf fünf Jahre – in Kraft: Personen, denen die Lenkerberechtigung aufgrund eines Alkoholdelikts für mindestens vier Monate entzogen wurde, bekamen die Möglichkeit, durch die Teilnahme an diesem Pilotprojekt und den Einbau einer Alkoholwegfahrsperre im Auto ihren Führerschein der Klasse B (und BE) schneller als ursprünglich vorgesehen zurück zu erhalten. Auf diese Weise sollten Fahrten unter Alkoholeinfluss und zugleich der Verlust des Arbeitsplatzes wegen eines Entzugs des Führerscheins verhindert werden.

Mit der Durchführung des Pilotprojekts wurde vom österreichischen Gesetzgeber exklusiv der Samariterbund beauftragt. Die Teilnahme war freiwillig, wurde begleitet von Unterstützung und Beratung durch geschulte Fach- und Führungskräfte (Stichwort: „Mentoring“) und ermöglichte es betroffenen Personen, die z. B. das Auto auch beruflich nützen müssen, kontrolliert und auf Bewährung legal weiterzufahren.

Die „Alkolock“-Geräte speicherten nebst Datum und Uhrzeit alle relevanten Daten wie Abgabe oder Verweigerung der Atemprobe, Motorstarts und -stopps, die gemessene Alkohol-Konzentration sowie auch Manipulationsversuche.

Erfolgreiche Pilotprojekt-Bilanz

655 Männer und 98 Frauen haben wegen Führerscheinentzugs die Gelegenheit genützt und seit 2017 an diesem neuen Bewährungsprogramm teilgenommen. Insgesamt wurden beim Samariterbund 4.326 Mentoring-Gespräche geführt.

Das Durchschnittsalter lag bei 43 Jahren. Der jüngste Teilnehmer war 18, der älteste 84 Jahre. 515 Personen haben das strenge Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt, so eine interne Umfrage des Samariterbundes, würden mehr als 90% der Teilnehmer*innen das Alkohol-Interlock-Programm auch weiterempfehlen.

6,6% aller Teilnehmer*innen wurden aus dem Programm ausgeschlossen - hauptsächlich wegen des wiederholten Versuchs, ihr Fahrzeug trotz Alkoholisierung in Betrieb zu nehmen.

„Die vergangenen fünf Jahre haben uns deutlich gezeigt, dass Mentoring in Kombination mit elektronischen Wegfahrsperren die Verkehrssicherheit erhöht. Wir haben einerseits von den Betroffenen selbst, aber auch von verschiedenen Behörden sehr viel positives Feedback zu diesem Pilotprojekt erhalten – und es ist wirklich schade, dass diese Aktion vom Ministerium nicht verlängert worden ist“, so Hundsmüller abschließend.

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