Inhalt
< vorheriger Artikel

Aufstockung der internationalen Hilfe begrüßt


Die Erhöhung der Finanzmittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in Krisenregionen soll am 28. Mai im Parlament beschlossen werden. Diese erste Aufstockung der internationalen Hilfe begrüßt der Samariterbund. Doch die neuesten Entwicklungen, die durch die Pandemie ausgelöst wurden, zeigen, dass dringend weitere Gelder notwendig sind.

Ersten Einschätzungen der WHO zufolge, sind die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie am afrikanischen Kontinent katastrophal: Fast ein Viertel der dort lebenden Menschen könnten sich mit dem Virus infizieren. Den Staaten fehlen jedoch Finanzmittel und Strukturen, um wirtschaftliche und soziale Folgen der Pandemie abzufedern. Es drohen Elend und Leid, Gefahren für die Weltwirtschaft aber auch weitere Kriege und Terror sowie damit verbundene Fluchtbewegungen.

"Es wird uns wieder vor Augen geführt, dass wir in einer vernetzten Welt leben und voneinander abhängig sind. Hier bedarf es rasch eines Schulterschlusses der reichen Staaten. Sofortiges Handeln ist das Gebot der Stunde. Es müssen unbedingt zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Soforthilfe-Paket von 100 Millionen Euro könnte Österreich zur Stabilität in den betroffenen Regionen einen wichtigen Beitrag leisten. Einige andere europäische Staaten haben bereits weitere Hilfsmittel beschlossen", erklärt Andreas Balog, Geschäftsleitung​ des Samariterbundes.

Die Auswirkungen der Pandemie stellen für Österreich und Europa auch ein massives Sicherheits- und Wirtschaftsproblem dar. "Die Pandemie können wir nur gemeinsam bekämpfen. Die Menschen in den Krisenregionen brauchen unsere Hilfe. Das ist auch in unserem eigenen Interesse", so Balog abschließend.​​