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Samariterbund begrüßt Einigung bei Pflegefonds

"Eine bundeseinheitliche Regelung war dringend notwendig, um die Pflegeproblematik in den Griff zu bekommen. Mit der heute erzielten Einigung zur Schaffung eines Pflegefonds ist das Pflegesystem für die nächsten Jahre gesichert", zeigt sich Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, erfreut.


Samariterbund-Präsident Franz Schnabl

Nun ist die Mittelaufteilung österreichweit einheitlich geregelt und erfolgt nach dem im jeweiligen Jahr geltenden Bevölkerungsschlüssel. Die Aufteilung zwischen Land und Gemeinden erfolgt nach tatsächlichen und nachgewiesenen Nettoaufwendungen für Pflegedienstleistungen. "Somit ist dieses System für alle transparent. Mit dem Pflegefonds ist der Bundesregierung ein Meilenstein gelungen", betont Schnabl.

 

Die Zukunft der Pflege ist aber nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine der Qualität. "Damit wir den heutigen Standard halten können, müssen wir in das Pflegepersonal investieren. Derzeit werden 80 % aller Pflegebedürftigen in der Familie betreut. Daher wäre es derzeit wichtig, auch Schulungsprogramme für pflegende Angehörige vermehrt zu installieren."

 

Schnabl gibt zu bedenken, dass sich die Familienstrukturen verändern. "Schon heute fehlen österreichweit 7.000 diplomierte Pflegekräfte. In zehn Jahren werden es 13.000 sein. Jetzt ist Zeit, auch hier neue Lösungsansätze zu erarbeiten."