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Samariterbund begrüßt Integration ab dem ersten Tag

ASB Wien-Geschäftsführer Oliver Löhlein: „Die Erfahrung zeigt, Asylsuchende wollen so schnell wie möglich die deutsche Sprache erlernen und eigenständig leben.“


"Flüchtlinge müssen eine echte Chance zur Integration erhalten und diese muss ihnen so rasch wie möglich zur Verfügung stehen. Deutschkurse und Integrationsmaßnahmen für Asylwerber ab dem ersten Tag ihrer Ankunft sind ein bedeutender Schritt für ein gutes Zusammenleben verschiedener Kulturen in Wien. Wir begrüßen daher die Maßnahmen der Wiener Flüchtlingspolitik, einer ganzheitlichen Integrationsbegleitung ab dem ersten Tag. Diese Integrationsmaßnahmen geben nicht nur Flüchtlingen, sondern auch den Wienerinnen und Wienern eine Perspektive für ein friedliches Miteinander", sagt Mag. Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien.

Die Erfahrung zeigt, dass erst mit Erlernen der deutschen Sprache wirkliche Integration stattfindet. "Die Menschen wollen die Sprache erlernen und möglichst schnell ein eigenständiges Leben führen", so Löhlein: "Während des laufenden Asylverfahrens sind wir bei erwachsenen Asylwerbern jedoch auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angewiesen, die Deutsch unterrichten. Ein Unterrichtsangebot und Informationskurse der Stadt Wien sind ein wichtiges Programm, zum Gelingen von Integration. Dazu gehört auch, dass Flüchtlinge mit einer ermäßigten Monatskarte der Wiener Linien eine Möglichkeit zur Mobilität innerhalb Wiens erhalten", so Löhlein.

"Wir haben in unseren Einrichtungen etliche Beispiele, die bestätigen, wie wertvoll Integration auch für die Wienerinnen und Wiener ist", sagt Löhlein. Eines davon ist Eqbal Mohammad, der vor sechs Jahren aus Afghanistan nach Österreich geflüchtet ist. Nachdem er eine Chance zu einem Sprachkurs erhielt, spricht er heute perfekt Deutsch und leistet als Sanitäter, Fachsozialbetreuer und Pflegehelfer beim Samariterbund Wien wertvolle Arbeit für das Allgemeinwohl.

Der Samariterbund Wien übernimmt Verantwortung und betreut derzeit 13 Einrichtungen für Asylwerber, darunter zahlreiche Familien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.