Inhalt
< vorheriger Artikel

Samariterbund: Bei Hitze richtig reagieren

Rettungsorganisation rechnet am Wochenende mit höheren Einsatzzahlen


Für das kommende Wochenende sind Rekordtemperaturen von bis zu 35 Grad Celsius in ganz Österreich vorhergesagt. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs hat zusätzliche Fahrzeuge bereitgestellt, da mit erhöhten Einsatzzahlen gerechnet wird. "Bei solchen Temperaturen kommt es nicht selten zu gesundheitlichen Problemen, insbesondere bei älteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern, chronisch kranken Patienten und Personen, die im Freien arbeiten,", so Dr. Regina Gabriel, die stv. Bundeschefärztin des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Allerdings überschätzen auch junge Menschen ihre Leistungsfähigkeit bei dieser Hitze und trinken viel zu wenig. Besonders wichtig ist es, sich bei Open-Air-Konzerten und Sport im Freien vor der Hitze zu schützen: "Es ist ratsam, anstrengende körperliche Tätigkeiten am besten in die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und leichte Mahlzeiten zu essen."

Zu den typischen Phänomenen im Sommer zählen der Sonnenbrand, der Sonnenstich und durch Flüssigkeitsverlust ausgelöste Hitzekrämpfe, Hitzestau bis hin zum Kreislaufkollaps. "Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, aber auch Elektrolyte; deswegen sollte man bei Hitze viel trinken, am besten Leitungswasser, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte ", rät Dr. Regina Gabriel. Getränke, die Alkohol, Zucker oder Koffein beinhalten, dehydrieren den Körper nur noch weiter. Tagsüber sollte man sich im Schatten oder in abgedunkelten Räumen aufhalten. Bei dringend notwendigen Tätigkeiten im Freien ist auf Sonnenschutz, Kopfbedeckung und luftige Kleidung zu achten, besonders Kinder sollten auch im Wasser eine Kopfbedeckung tragen, um die Gefahr eines Sonnenstichs zu vermindern.

Treten dennoch Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe oder Benommenheit auf, ist ärztliche Hilfe einzuholen. PatientInnen mit Hitzesymptomen geht es bereits meist während des Transportes ins Krankenhaus besser, da die Einsatzfahrzeuge des Samariterbundes mit Klimaanlagen ausgestattet sind. Im Sommer sind die Einsatzkräfte ebenfalls stärker belastet, deswegen wird während der Hitzeperiode zusätzlich Mineralwasser für die MitarbeiterInnen mitgeführt. "Achten Sie bitte nicht nur auf sich selbst, sondern ganz besonders auch auf Kinder und ältere Menschen in Ihrem Umfeld und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Nummer 144 einen Notruf abzusetzen", so Dr. Regina Gabriel vom ASBÖ abschließend.