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Samariterbund eröffnete neues Sozial betreutes Wohnhaus in der Pillergasse

121 Wohneinheiten bietet das "Haus Max Winter" in der Pillergasse 20 für ältere wohnungslose Menschen. Im September 2008 erfolgte die Grundsteinlegung, im Oktober 2009 fand die Gleichenfeier statt. Heute, Freitag, den 18. Juni, fand die offizielle Eröffnung statt, bei der Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, der Bezirksvorsteher des 15. Bezirks, Gerhard Zatlokal, der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Franz Schnabl, sowie der Präsident des Samariterbundes Wien, Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch, das Projekt präsentierten. Für die musikalische Umrahmung sorgten Roland Neuwirth mit seinen Extremschrammeln sowie das Stimmgewitter Augustin.


Sellitsch

Wehsely

Vizebürgermeister

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, jenen Mitmenschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, Geborgenheit, Sicherheit und Stabilität zu geben. Mit Mitteln aus der Wiener Wohnbauförderung unterstützen wir deshalb auch Projekte, die Wienerinnen und Wienern, die vom Leben schwer geprüft wurden, ein sicheres und schönes Zuhause ermöglichen", betonte Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig. Für Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely ist das Projekt Pillergasse "eine wichtige Ergänzung in der Wiener Wohnungslosenhilfe. Eine starke Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sehr sie sich der Schwächeren annimmt. Wien gilt im Bereich Sozial betreutes Wohnen im gesamten EU-Raum als Vorzeigestadt." "Das neue Sozial betreute Wohnhaus spiegelt die Verbundenheit zwischen der Wiener Landesorganisation und dem Bundesverband nicht nur optisch wider. Mit diesem Projekt übernehmen wir als Samariterbund gemeinsam mit der Stadt Wien Verantwortung für Menschen, die es im Leben besonders schwer hatten", erklärte ASBÖ-Präsident Franz Schnabl. Der Präsident des Landesverbandes Wien, Dr. Siegfried Sellitsch, sieht in der neuen Einrichtung "die große Chance, Menschen wieder ein Stück ihrer Würde zurückzugeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Samariterbundes legen bei ihrer Unterstützung großen Wert auf Selbstorganisation und Mitbestimmung. Wichtigstes Ziel ist es aber, den Menschen wieder Raum für sich selbst zu geben und ihnen ein Altern in Ruhe zu ermöglichen." Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal wies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Samariterbund und Bezirk hin: "Es freut mich, dass dieses soziale Wohnhaus in der Vorbereitung im Bezirk ausführlich diskutiert werden konnte und somit eine breite Zustimmung herrscht, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen in unserem Bezirk dabei unterstützt werden, wieder Vertrauen und Mut zu fassen".

 

Das Sozial betreute Wohnhaus ist nach dem Journalisten, Schriftsteller und Politiker Max Winter benannt, der für seine sozialkritischen Reportagen bekannt wurde. Zum einen wohnen im Haus Menschen, die aufgrund einer Kombination mehrerer Problematiken wohnungslos sind und betreut werden müssen. Zum anderen leben im Haus ältere Menschen, die aus Pflegeeinrichtungen entlassen werden konnten, aber noch Betreuungsbedarf haben. Geplant wurden auch Zimmer für Paare, Aufenthaltsräume, Kantinen und ein eigener Bereich für Frauen mit erhöhtem Schutzbedarf.

 

Für die Betreuung der BewohnerInnen steht ein multiprofessionelles Team aus SozialarbeiterInnen und WohnbetreuerInnen zur Verfügung. Es bietet den KlientInnen die Unterstützung an, die sie benötigen, um ihren Alltag zu bewältigen und gemeinsam mit anderen BewohnerInnen Aktivitäten setzen zu können.

 

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Hauses Max Winter wurde auch ein neuer Sozialmarkt des Samariterbundes in der Pillergasse 24 eröffnet. Das bisher größte Bauprojekt des Samariterbundes umfasst nicht nur ein Sozial betreutes Wohnhaus, sondern auch eine neue Rettungsgarage, neue Schulungsräume der ASBÖ-Akademie sowie Büros. Das Sozial betreute Wohnhaus "Haus Max Winter" wird vom Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien gefördert. Die Gesamtbaukosten für das "Haus Max Winter" betrugen rund 8,3 Millionen Euro, die Stadt Wien unterstützte seine Errichtung mit rund 2,8 Millionen Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung.