Inhalt
< vorheriger Artikel

Samariterbund feiert den „Welttag des Hundes 2019“

"Samariter auf vier Pfoten" retten Leben und helfen im Alltag


„Die Samariterbund-Hundestaffeln sind für uns ein wichtiges Instrument und sehr wichtig im Ernstfall, wenn es darum geht, Leben zu retten. Die meisten Hundeführer sind ehrenamtlich tätig und durchlaufen mit ihren Hunden regelmäßig eine umfassende Ausbildung“, sagt Samariterbund Bundeseinsatzleiter Wolfgang Krenn anlässlich des „Internationalen Welttag des Hundes“ am 10. Oktober 2019.

Seit Jahrtausenden leben Hunde aller Rassen gemeinsam mit Menschen und sind immer schon als Haus-, Jagd- und Arbeitstiere zum Einsatz gekommen. Im Schweizer Hospiz auf dem Großen Sankt Bernhard in 2.475 m Höhe dressierten die Mönche seit Mitte des 17. Jh. sogenannte Bernhardiner-Rettungshunde, die in den Bergen verirrte Menschen aufspürten, sie zum Kloster geleiteten und damit in Sicherheit brachten. Legendär ist der Hund „Barry“, der zwischen 1800 und 1812 mehr als 40 Bergsteigern das Leben gerettet haben soll. Übrigens: Die Bernhardiner trugen in Wahrheit nie ein Fass mit Schnaps um den Hals. Dieses viel verwendete Motiv ist bloß die Erfindung eines findigen Fotografen, das bis heute in der Werbung Verwendung findet.

Generell sind Rettungshunde ein eher junges Phänomen. Erst seit dem 19. Jh. gibt es Sanitätshunde, die beim Militär gezüchtet worden sind. Im ersten Weltkrieg begaben sich rund 4.000 Hunde u.a. auf die Suche nach verwundeten Soldaten. Im zweiten Weltkrieg kamen an allen Fronten bereits mehr als 200.000 Hunde zum Einsatz.

Vize-Weltmeister in Frankreich

Ein sportlicher Erfolg gelang Samariterbund Staffelkommandant Johann Höttinger bei der 25. IRO WM für Rettungshunde vom 17. bis 22. September 2019 in Paris. Da wurde er mit seinem Golden Retriever „Finn“ in der Sparte „Flächensuche“ Vize-Weltmeister. Doch so spannend solche Wettbewerbe auch sind – eine weitaus herausforderndere Tätigkeit ist die Arbeit in einer Rettungsorganisation, weil es dabei um Menschenleben geht. Deshalb ist die Ausbildung in Sachen GPS, Karte, Kompass, Trümmerkunde, Erste Hilfe u. v. m. sehr anspruchsvoll.

Samariterbund-Rettungshunde gibt es in den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Wien.

Besuchs- und Therapie-Begleithunde

In Wien schreiben die Samariterbund Besuchs- und Therapiebegleithunde ihre eigene Erfolgsgeschichte. Die Hundestaffel des Samariterbundes in Wien-Favoriten wird zu 100% von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betreut, die sich neben ihren „normalen“ Berufen treffen und die Einsätze in ihrer Freizeit absolvieren. Zum Einsatz kommen die „Samariter auf vier Pfoten“ z. B. in Behinderten-, Pflege- und Altenheimen, Spitälern, Tageszentren und Sozialstationen sowie in Kindertagesheimen und Schulen.

„Für Kinder ist der Kontakt zu den Hunden ein großes Vergnügen, denn viele haben noch nie einen Hund gestreichelt. Auch die Kleinsten verlieren schnell ihre Scheu und lernen frühzeitig aktiven Tierschutz. Den Kindern wird hautnah vermittelt, wie wichtig es ist, die Sprache der Hunde zu verstehen und dabei Konflikte zu vermeiden“, sagt Samariterbund Wien Landesgeschäftsführer Oliver Löhlein.

Die Info-Broschüre „Therapiebegleithunde“ gibt es zum Gratis-Download unter: https://www.samariterbund.net/rettungsdienst-und-krankentransport/rettungshunde/unsere-arbeit/