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Samariterbund fordert Ende der Diskussion um Rettungsgasse


In den Medien wird immer wieder über Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung der Rettungsgasse berichtet. „Wir kennen die möglichen Probleme sehr gut, waren wir doch von Anfang an in die Expertengruppe des Bundeministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie eingebunden. Wir sehen aber auch viele Beispiele, bei denen die Rettungsgasse genau das bewirkt hat, was wir als Rettungsorganisation uns gewünscht haben, nämlich ein schnelleres und sichereres Durchkommen der Einsatzkräfte bei Stau auf der Autobahn“, kommentiert Reinhard Hundsmüller, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ).

Den öffentlichen Umgang mit dem Thema Rettungsgasse hält der ASBÖ-Geschäftsführer für jedoch bedenklich: „Wir haben in Expertengruppen, in den Medien und in der breiten Öffentlichkeit lange vor der Einführung durchaus kontrovers über die Rettungsgasse diskutiert. Die gesetzliche Regelung ist das Resultat dieser Debatte. Sie wurde am 1. Jänner 2012 eingeführt und entspricht dem, was sich die Einsatzorganisationen gewünscht haben. Wir sollten endlich damit aufhören, über Pro und Contra zu diskutieren und stattdessen weiter informieren und aufklären“, kritisiert Hundsmüller.

Der Samariterbund hat immer wieder betont, dass die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Patienten durch die Rettungsgasse massiv erhöht werde. „Unsere Rettungsfahrer sind auf der Autobahn oft neben einer Wand von LKWs auf dem Pannenstreifen vorgefahren und mussten jederzeit damit rechnen, dass PKW-Fahrer ausscheren und es zu Kollisionen kommt. Durch die schlechte Sicht am Pannenstreifen waren damit Patienten und Einsatzfahrer gefährdet“, erklärt Hundsmüller. „Die Rettungsgasse mag zwar nicht immer reibungslos funktionieren, aber die Regelung erhöht in jedem Fall die Sicherheit und die Übersicht unserer Einsatzkräfte.“

Rückfragehinweis:
Samariterbund-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Markus Widmer
E-Mail: markus.widmer@samariterbund.net
Telefon: 01 89 145-309