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Samariterbund-Haus für junge Flüchtlinge eröffnet

Die ersten 15 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UmF) sind in der Samariterbund-Einrichtung in Podersdorf im Burgenland eingezogen. Weitere Standorte sind geplant.


Der Samariterbund hat mit dem „Haus Sidra“ in Wien gute Erfahrungen in der Arbeit mit 30 jungen Flüchtlingen gemacht.

Die ersten 15 Jugendlichen beziehen heute ihr vorübergehendes neues Zuhause. In Podersdorf werden bis zu 40 Jugendliche untergebracht, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind: Die minderjährigen Flüchtlinge wohnen im Rahmen der Grundversorgung im Gästehaus Storchenblick. Qualifizierte BetreuerInnen haben ihre Arbeit bereits begonnen. Mit dem neuen Standort werden bis zu 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Die jungen Flüchtlinge haben Dramatisches durchgemacht. Wir bieten ihnen einen möglichst guten Start in ein neues Leben durch fachliche Hilfe im Asylverfahren, Sprachkurse, einen nachvollziehbaren Alltag und Unterstützung rund um die Uhr", so Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs: "Unsere Erfahrungen zeigen: Die Jugendlichen sind sehr motiviert und lernfreudig, aber ohne qualifizierte Ausbildung und ohne spätere Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei der Wohnungssuche wird ein Neustart in Österreich für sie sehr schwer."

"Für die Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren gibt es in Österreich besonders wenig Unterbringungs- und Betreuungseinrichtungen; hier gibt es Handlungsbedarf. Zudem sind rasche Asylverfahren notwendig. Das ist nicht nur im Sinne der Flüchtlinge, sondern im Interesse unserer gesamten Gesellschaft", so Reinhard Hundsmüller: "Wir übernehmen Verantwortung. Während andere Forderungen an die Politik stellen, handeln wir und schaffen für Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, ein neues Zuhause." Der Samariterbund lehnt es ab, die Grundversorgung nach einer negativen Erstentscheidung zu streichen. Angesichts anhaltender humanitärer Krisen wie in Syrien werden die Themen Asyl und Integration weiterhin wichtig bleiben. "Wir führen bereits Gespräche mit Vertretern der Politik für einen weiteren Standort in Kärnten und mehrere im Burgenland", so Reinhard Hundsmüller abschließend. Geplant ist die Eröffnung der Standorte Oberpullendorf, Jennersdorf und Luising.

Der Samariterbund hat mit dem "Haus Sidra" in Wien gute Erfahrungen in der Arbeit mit 30 jungen Flüchtlingen gemacht: Vormittags besuchen die Jugendlichen, die großteils aus Syrien kommen, entweder regulär die Schule oder einen Deutschkurs. Ein multiprofessionelles Team aus qualifizierten BetreuerInnen ist rund um die Uhr für die Minderjährigen da. Zu Mittag wird gemeinsam gegessen und abends gemeinsam gekocht. Am Nachmittag werden Freizeitprogramme angeboten. Im Haus Winkeläckerweg betreut der Samariterbund Wien im Auftrag des Fonds Soziales Wien weitere 150 AsylwerberInnen, darunter viele Familien. Auch in Berndorf im Bundesland Salzburg haben im Jänner 30 Flüchtlinge im Rahmen der Grundversorgung ein vorübergehendes Zuhause gefunden.