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Samariterbund: Hilfe für Flüchtlinge darf jetzt nicht abreißen

Eine kontrollierte Einreise und verbesserte Kommunikation innerhalb Europas sind unerlässlich, um auch im Winter ausreichend Notquartiere anzubieten


Aktuell sind erneut tausende Flüchtlinge auf der Westbalkanroute auf dem Weg nach Deutschland und passieren somit auch Österreich. Der Samariterbund begrüßt die geplanten 100.000 Aufnahmeplätze entlang der Westbalkanroute und in Griechenland, auf die sich die betroffenen Länder bei einem EU-Sondergipfel am Sonntag geeinigt haben.

„Damit ist es aber nicht getan. Eine kontrollierte Einreise an den EU-Außengrenzen und vor allem eine noch bessere Kommunikation der EU-Staaten untereinander sind wesentlich, um die Menschen adäquat unterzubringen. Dass Österreich auch künftig nicht eingezäunt wird,  wie Bundeskanzler Werner Faymann heute im Ministerrat klargestellt hat, ist für den Samariterbund eine wichtige Botschaft“, so Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Mit über 30 Unterkünften unterstützten täglich rund 1.200 haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen und HelferInnen des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs bis zu 7.000 Flüchtlinge - allein sowie in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen. Die völlig erschöpften Flüchtlinge werden medizinisch sowie mit warmen Mahlzeiten und Schlafplätzen versorgt.

Nur ein ungebrochener Informationsfluss über die zu erwartenden Flüchtlingszahlen erlaubt es NGOs wie dem Samariterbund, Hilfsaktionen und Notunterkünfte entsprechend zu planen. Nun nach Monaten des Helfens stoßen immer mehr Helferinnen und Helfer an ihre Grenzen. Reinhard Hundsmüller: „Ich bedanke mich bei allen, die uns mit Sachspenden, Zeit und Geld helfen sowie auch bei der Bundesregierung und Kanzler Werner Faymann für die entsprechende Unterstützung. Die Hilfe darf jetzt nicht abreißen, denn die kalte Jahreszeit könnte bei nicht ausreichender Koordination über die Grenzen Österreichs hinaus eine humanitäre Katastrophe provozieren.“