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Samariterbund hilft Menschen in Griechenland

Die Spezialeinheit für internationale Katastrophenhilfe reist ins Krisengebiet.


„Morgen geht es los!“, sagt Samariterbund-Einsatzleiter Wolfgang Krenn, der ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Samaritan Austria-Rapid Response Team (SA-RRT) auf einen Einsatz im griechisch-türkischen Grenzgebiet vorbereitet. Das Samaritan Austria-Rapid Response Team (SA-RRT) ist die Auslandskatastrophen-Hilfeeinheit des Samariterbundes und besteht aus professionell agierenden Spezialisten. „Eine große Aufgabe ist es, dabei zu helfen, die humanitäre Krise zu entschärfen sowie die nötigen Maßnahmen für die betroffenen Menschen vor Ort setzen zu können“, so Krenn.

Die Eskalation des militärischen Konflikts in Nordsyrien hat zu neuen Fluchtbewegungen geführt. Die Regierung in Ankara hält MigrantInnen seit Tagen nicht mehr davon ab, von der Türkei über die Grenze in die EU zu gelangen. Die Lager auf den griechischen Inseln sind völlig überlastet. Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 42.500 MigrantInnen auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Und auch auf dem Festland im Nordosten Griechenlands spitzt sich die Lage zu. Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 ist hier eine wichtige Grenze, die Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten anpeilen, um in die EU zu gelangen.

„Der Samariterbund leistet nicht nur immer wieder schnelle Katastrophenhilfe, sondern auch Humanitäre Hilfe sowie Entwicklungszusammenarbeit und bittet jetzt aktuell um Spenden, um den betroffenen Menschen vor Ort schnell und wirksam helfen zu können“, erklärt Wolfgang Krenn.

Spenden-Konto Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Kennwort: Griechenland“

IBAN: AT97 1200 0006 5412 2001 (BIC: BKAUATWW)

Nach der Alarmierung und Mobilisierung wird das SA-RRT morgen, Samstag 07.03.2020 um 06.30 Uhr, mit allen nötigen Unterlagen ins griechische Grenzgebiet verlegt. Zwei Samariterinnen und zwei Samariter werden vor Ort mit griechischen Behörden und anderen NGOs alle wichtigen Informationen einholen, um einen humanitären Einsatz möglichst schnell und effizient durchführen zu können.

Dazu erklärt Reinhard Hundsmüller, Samariterbund-Bundesgeschäftsführer und Abg.z.NÖ Landtag (KO): „Die Lage in Griechenland ist für Tausende Menschen katastrophal. Es darf nicht sein, dass Tränengas gegen Kinder zum Einsatz kommt und der Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte außer Kraft gesetzt wird. Die Europäische Union ist gefordert, für diese würdelose Situation rasch ein Ende zu finden.“

Foto: iStock