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Samariterbund ist bereit weitere Flüchtlinge zu betreuen

“Mit dem gestrigen Beschluss ist der Politik ein Meilenstein in der Flüchtlingsfrage gelungen“, so ASBÖ-Geschäftsführer Reinhard Hundsmüller.


"Seit Monaten weisen NGOs wie der Samariterbund daraufhin, dass gerade bei jungen Flüchtlingen enormer Handlungsbedarf herrscht. Mit dem gestrigen Beschluss bei der Konferenz der Landeshauptleute weitere Quartiere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu schaffen und zusätzliche finanzielle Mittel für die Betreuung zur Verfügung zu stellen, ist der Politik ein Meilenstein gelungen", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Derzeit bietet der Samariterbund über 300 Flüchtlingen in sieben Einrichtungen ein neues, vorübergehendes Zuhause an. Zwei Häuser in Wien und Burgenland sind auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und Kindern spezialisiert. In diesen betreut der Samariterbund 70 junge Flüchtlinge im Alter von 14 bis 18 Jahren, die ohne Begleitung ihrer Eltern aus den Krisenregionen der Welt geflohen sind. "Ihr größter Wunsch ist, sich rasch bei uns zu integrieren und ein neues Leben aufzubauen", so Hundsmüller. Multiprofessionelle Teams aus qualifizierten BetreuerInnen sind rund um die Uhr für die Minderjährigen da, um sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen. "Obwohl viele der Jugendlichen erst kurz bei uns sind, konnten wir schon tolle Erfolge erzielen. Wir als Samariterbund übernehmen hier Verantwortung, denn in einem so reichen Land wie Österreich muss es möglich sein, jungen, motivierten Menschen eine Zukunftschance zu geben. Der Samariterbund ist gerne bereit, weitere Einrichtungen zu betreiben", so Hundsmüller.

Derzeit befinden sich mehr als 800 Kinder und Jugendliche ohne geeignete Betreuung in Traiskirchen. Aufgrund dramatischer Bedingungen in vielen Gebieten der Welt und der anhaltenden Flüchtlingsströme hat sich die Zahl unbegleiteter Minderjähriger von knapp unter 1.000 im vergangenen Jahr auf inzwischen über 2.300 erhöht.