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Samariterbund: Neues Rettungszentrum in Tirol

Am 4. November 2016 wird moderne Tirol-Zentrale mit Schulungsräumlichkeiten in Kirchbichl eröffnet


"Als wir vor 13 Jahren mit dem Notarztdienst in Wörgl und zwei Fahrzeugen für den Krankentransport in Innsbruck den Grundstein für den Tiroler Samariterbund gelegt haben, hätten wir nicht damit gerechnet, jemals einen Neubau errichten zu dürfen", sagt Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. "Mittlerweile hat der Samariterbund in Tirol seinen fixen Platz in der Notfallrettung und im Krankentransport und genießt einen hervorragenden Ruf. Um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können, ist eine Unterbringung in adäquaten Büros, modernen Schulungsräumen und großen Garagen unumgänglich", so Reinhard Hundsmüller.

In der Lofererstraße 20 in Kirchbichl konnte ein Grundstück gefunden werden, das den Anforderungen der Rettungsdienst Tirol GmbH und der Leitstelle Tirol entsprach. Die zentrale Lage an der Inntalachse  Kufstein/Wörgl mit Anbindung an die Autobahn sowie die Nähe zum Brixental und zur Skiwelt Wilder Kaiser sorgt für kurze Einsatzwege. Nach Vorarbeiten des Samariterbund-Technikstabes wurde die Planung des 2,5-Mio.-Euro-Projektes vor Ort vom Büro Datagraph/Kolland übernommen und der Rohbau von Buchauer & Strasser im April 2015 begonnen, der Bezug erfolgte im Juni 2016. Die Eröffnung findet am 4. November 2016 statt.

Auf dem 2.175 m2 großem Grundstück wurde ein moderner zweigeschossiger Bau errichtet, der ausreichend Platz für die rund 100 MitarbeiterInnen, Besucher, Bedienstete und Einsatzfahrzeuge bietet und mit moderner gebäudetechnischer Infrastruktur ausgestattet ist: So sorgt sowohl im Sommer als auch im Winter eine energieeffiziente Grundwasser-Wärmepumpanlage für Heizung und Kühlung. Durch ein externes Stromaggregat kann das gesamte Gebäude bei Stromausfall autark betrieben werden.

Im Erdgeschoss ist der Rettungsdienst untergebracht. Ein Rettungswagen sowie bis zu vier Krankentransportfahrzeuge haben hier ihre Basis. Darüber hinaus werden mit vier Vereinsfahrzeugen (PKWs und Behindertenbussen) Transporte für Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Im Schulungscenter im Obergeschoss gibt es vier große Schulungssäle mit Technik auf dem neusten Stand.

Seit fünf Jahren arbeitet der Samariterbund Tirol mit den Abteilungen der Kinder- und Jugendhilfe der einzelnen Bezirke eng zusammen. Mittlerweile sind knapp 70 Profis beschäftigt, um Familien sozialpädagogische Erziehungshilfe und psychologische Betreuung zu bieten. Die neue Zentrale bietet für diese Teams einen Begegnungsraum sowie ein Besuchercafé, das auch als Pausenraum bei Schulungsveranstaltungen dient. Das neue Katastrophenlager grenzt an den Garagentrakt und beinhaltet eine Vielzahl an Materialien, die schnell einsetzbar und ausreichend zur Verfügung stehen. Hier sind auch Zelte,  Betten,  Beleuchtung und medizinischen Materialien vorhanden. Mit fahrbaren Containerboxen können die großen Katastrophenhänger und Zugfahrzeuge schnell beladen werden.

"Unsere Ehrenamtlichen im Katastrophenschutz sind sehr gut ausgebildet, wir führen regelmäßig Übungen durch und haben große Erfahrung in der Katastrophenhilfe im In- und Ausland", so Gerhard Czappek, Landesgeschäftsführer des Samariterbund Tirol.