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Samariterbund präsentierte Smart Homes für selbstbestimmtes Altern

Im Burgenland erforscht der Samariterbund gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology neue Assistenzsysteme für Seniorenwohnungen.


Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landesrat Dr. Peter Rezar, DI Manfred Bammer vom AIT Austrian Institute of Technology sowie ASBÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Dihanits wurden Wohnungen mit modernster technologischer Ausstattung – sogenannte Smart Homes – im Pflegekompetenzzentrum Lackenbach präsentiert.

Im Bereich des betreubaren Wohnens führt der Samariterbund im Burgenland unter dem Titel "Leichter Wohnen" gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology und weiteren Projektpartnern ein Pilotprojekt im Bereich Ambient Assisted Living  (AAL oder umgebungsunterstütztes Wohnen) durch. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie aus Mitteln des benefit-Programms unterstützt und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Über 50 betreubare Wohneinheiten werden in diesem Rahmen mit verschiedenen AAL-Technologien ausgestattet.

"Uns ist es wichtig, älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Daher ist es notwendig, eine moderne Wohnumgebung zu schaffen, die den Anforderungen von älteren Menschen gerecht wird", betonte Landesrat Dr. Peter Rezar. "Bei der Pflege und Betreuung sind neue, innovative Ideen willkommen. Ich begrüße die Initiative hier im Mittelburgenland."

"Smart Homes werden in Zukunft zum gehobenen Lebensstandard zählen, die mehr Zeit für persönliche Betreuung ermöglichen. Deshalb möchten wir ein Referenzmodell in der ganzen Region schaffen und ein zukunftsträchtiges, wirtschaftliches Modell erarbeiten. Burgenland wird so vom ärmsten Bundesland zum Trendsetter", erklärte Wolfgang Dihanits, Landesgeschäftsführer des Samariterbundes Burgenland.  

Das Austesten der einzelnen technischen Ansätze ist dabei nur ein kleiner Teil des Projekts. "Die große Frage ist, wie wird AAL von den älteren Menschen akzeptiert? Wie wird die Technik genutzt? Und welche Angebote helfen am besten?", fasste DI Manfred Bammer, Leiter des AIT Geschäftsfeldes Biomedical Systems, die Fragestellungen zusammen.

Im Anschluss an die Pressekonferenz führte die Bewohnerin Herma Schraml unter großem Medieninteresse die neue Technologie in der Praxis vor.