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Samariterbund-Projekt „Für die Kinder der Westsahara“

Der Samariterbund und seine Partner helfen saharauischen Kindern durch ein Bildungsprojekt. In einer Pressekonferenz wurde heute über das Projekt informiert.


"Diese Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals hat breite Wirkung und schafft Chancen", so Dr. Eva Unterweger vom Saharaui Unterstützungsverein, die vor kurzem im Rahmen einer Projektreise in den Flüchtlingslagern in Algerien war. Rund 4.500 saharauischen Kinder bekommen durch das aktuelle Samariterbund-Projekt eine bessere Schulbildung. ExpertInnen der Pädagogischen Hochschule Wien, die sich zum Saharaui Unterstützungsverein zusammengeschlossen haben, schulen mit Unterstützung der Stadt Wien vor Ort in den Flüchtlingslagern in Algerien zahlreiche LehrerInnen.

"Ich lebe mit einem Sahraui, mein Adoptivsohn Ignaz stammt aus der Region. Und es ist wundervoll wie dieses Projekt die Situation der Menschen vor Ort verbessert", sagte Schauspielerin und Autorin Erika Pluhar bei der Konferenz. Sie engagiert sich seit vielen Jahren für die Menschen der Westsahara. 

Auch Mag. Karin Scheele, Vorsitzende der Österreichisch-Saharauischen-Gesellschaft (ÖSG) beschäftigt sich seit langem mit dem Thema Westsahara: "In den vergangenen Jahren haben sich Dinge bewegt. Insbesondere die Entscheidung des EuGH vom Dezember 2016 war ein wesentliches Signal: dieser verwies in seiner Entscheidung darauf, dass der in EU-Handelsabkommen verwendete Ausdruck „Gebiet des Königreichs Marokko“ auch wegen des Grundsatzes der Selbstbestimmung nicht die Westsahara umfassen kann."

Mag. Andreas Balog, Mitglied der ASBÖ-Geschäftsleitung, ging abschließend auf die Historie des Westsahara-Konflikts und das Engagement des Samariterbundes ein: "Wir engagieren uns auf vielfältige Weise für die Saharauis, die seit mehr als 40 Jahren auf eine Lösung des Westsahara Konflikts warten. Vor Ort liegt unser Fokus auf Bildungs- und Gesundheitsprojekten. Wir wollen aber auch auf die schwierige Situation der Saharauis aufmerksam machen." Die Österreichisch-Saharauische-Gesellschaft (ÖSG) und der Samariterbund fordern seit Jahren eine Ausweitung des Mandats der UN-Mission MINURSO in der Westsahara, worüber im UN-Sicherheitsrat diese Tage ein weiteres Mal beraten wird. Insbesondere die Beobachtung der Menschenrechtssituation ist dringend notwendig.