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Samariterbund Tirol: Erste KIT-Teams einsatzbereit

Fünf ehrenamtliche KrisenhelferInnen stehen ab sofort im KIT- und SvE-Team des Samariterbund Tirol im Einsatz. Die intensive, sehr umfangreiche Ausbildung endete am 13. Juli 2006 mit einer abschließenden Prüfung.


Im Rettungsdienst treten immer wieder belastende Situationen auf. Die Aufgabe der Kriseninterventionsteams (KIT) besteht darin, Unfall- oder Katastrophenopfern und deren Angehörigen psychische erste Hilfe zu leisten, sie in der Zeit unmittelbar nach dem Ereignis zu betreuen.

Einsätze können auch für das Rettungspersonal psychisch belastend sein, gilt es doch bei Unfällen und Katastrophen manchmal schreckliche Eindrücke zu verarbeiten. SvE ist Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen und bietet psychologische Hilfe für Einsatzkräfte.

Martin Gstrein vermittelte als befähigter Ausbildner für Krisenintervention und SvE den ehrenamtlichen HelferInnen in einem 108 Stunden umfassenden Kurs das psychologische Wissen für den Umgang mit Betroffenen. Die vom Tiroler Rettungsgesetz vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte wurden theoretisch erlernt und praktisch mit Rollenspielen trainiert, wobei die offiziellen Richtlinien für Psychologie der Universitätsklinik Innsbruck umgesetzt wurden. Wie anspruchsvoll die Ausbildung war, zeigt sich auch daran, dass von zehn Interessenten nur fünf den Kurs beendeten.

Die KrisenhelferInnen können im gesamten Einsatzgebiet des Samariterbund Tirol kostenlos in Anspruch genommen werden und stehen bei Großschadensereignissen in ganz Österreich zur Verfügung. Krisenintervention ist nicht Bestandteil des mit den Gemeinden vertraglich geregelten Rettungsdienstes, sondern wird von der Rettungsorganisation freiwillig und ohne die Verrechnung von Kosten geleistet.

 

Bildunterschrift: „Der Samariterbund ist stolz, das erste KIT- und SvE-Team Tirols in den Dienst stellen zu können“, freut sich Chefarzt Dr. Hengl (rechts) mit den Kursteilnehmern Manuela Kommer, Horst Maier, Melanie Schibich, Kursleiter Martin Gstrein, Gundula Czappek und Bruno Acherer (v.l.).

Foto: Samariterbund Tirol