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Samariterbund unterstützt Sozialeinrichtung "Treppe"

Mit Sachspenden im Wert von 10.000 Euro unterstützt der Samariterbund Burgenland gemeinsam mit Frau Sylvia Wallisch die Arbeit der Sozialeinrichtung “Treppe”. Vor allem die zur Verfügung gestellten Spiel-, Bastel- und Schreibwaren waren für die im Rahmen des burgenländischen Vorzeigeprojekts betreuten Kinder und Mütter eine willkommenes "Christkindl". Mit der Übergabe am 19. Dezember an Obfrau LAbg. Gabriele Arenberger bedankte sich der Samariterbund auch für die langjährige Arbeit des überparteilichen Vereins.


"Die Treppe" ist seit rund 30 Jahren eine Institution im Burgenland. Durch die Führung von drei Sozialhäusern schuf der Verein einen geschützten Bereich für Frauen mit Gewalterfahrung durch die Möglichkeit, anonym und getrennt von ihren Partnern unterzukommen. Seit 2004 führt die "Treppe" ein aus Landesmitteln neu errichtetes Frauenhaus. Anhand eines selbst entwickelten Betreuungskonzepts leisten eine Psychologin, diplomierte Sozialarbeiterinnen sowie eine Lebens-und Sozialberaterin hervorragende Arbeit. Sie kümmern sich um die Probleme und Anliegen der Frauen. Besonderen Stellenwert hat dabei die Wiederherstellung des Selbstwertgefühl der Betroffenen, das nach abwertenden Erfahrungen von physischer und sexueller Gewalt und Missbrauch in Trümmern liegt. Von entscheidener Wichtigkeit für die betreuten Frauen ist es, neue Perspektiven für sich und ihre Kinder zu finden und diesen Weg aus eigener Kraft zu beschreiten. Das Frauenhaus bietet auch die Möglichkeit, Mütter gemeinsam mit pubertierenden Söhnen unterzubringen - mit seperater Betreuung für die Söhne.

 

Der Aufenthalt im Frauenhaus ermöglicht vielen Frauen zum ersten Mal ein geregeltes Leben, Sicherheit, Ruhe und die Möglichkeit, für das eigene Leben Verantwortung zu übernehmen. Betroffene können bis zu 18 Monaten im Frauenhaus bleiben.

 

Rund 80 % der Frauen schaffen den Weg zurück in ein neues Leben. Die Einrichtung unterstützt bei den formellen Schritten zum Scheidungsantrag oder bietet Partnergespräche an, wenn Frauen zu ihren Partnern zurückgehen möchten.

 

Bildhinweis (v.l.n.r.): Mag. Wolfgang Dihanits, LAbg. Gabriele Arenberger, Sylvia Wallisch, Ralph Ebhart