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Samariterbund warnt: Ein Schlaganfall wartet nicht!

Der Welttag des Gehirns am 22. Juli widmet sich heuer dem Schlaganfall. Eine Kampagne des Samariterbundes mit Schauspieler Andreas Lust sensibilisiert.


Kennen Sie den FAST-Test? Mit diesem Test können Sie schnell einen Schlaganfall erkennen und so Menschenleben retten und Betroffene vor schweren Folgeschäden schützen.

Der Schlaganfall zählt zu den zeitkritischsten Notfällen. Die ersten vier Stunden entscheiden über langfristige Folgeschäden. Viele Betroffene nehmen aber die Symptome nicht ernst. Eine Kampagne des Samariterbundes klärt mit einem Spot, in dem Schauspieler Andreas Lust das Opfer eines Schlaganfalles spielt, über die wichtigsten Erkennungsmerkmale auf. Seine Darstellung eines Schauspielers, der kurz vor dem Auftritt einen Schlaganfall durchlebt, lässt wohl niemanden kalt: https://www.youtube.com/watch?v=7ZHDtpXoMY4

Eine Umfrage, die vom Samariterbund 2015 in Auftrag gegeben wurde, zeigte, dass ein Drittel der Befragten nicht weiß, wie man bei einem Schlaganfall Erste Hilfe leisten kann, und 92 % nicht wissen, was der sogenannte FAST-Test ist. "Wir haben uns für eine Kampagne entschieden, die der Prävention dienen soll. Uns ist es ein großes Anliegen, die Bevölkerung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Ein Schlaganfall kann jeden treffen und je mehr Menschen die Symptome erkennen und wissen, wie sie im Notfall handeln müssen, umso weniger Patienten mit Folgeschäden gibt es", erklärt ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller die Initiative.

Univ. Prof. Dr. Wilfried Lang von der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft weist daraufhin, dass meist eine abwartende Haltung der Betroffenen zu Verzögerungen beim Transport ins Spital führt: "Oft werden die Symptome richtig als Schlaganfall beurteilt, aber die Bedrohlichkeit nicht richtig eingeschätzt: Wissen ist nicht genug, wir müssen es anwenden. Time is brain!"

ASBÖ-Bundesschulungsleiter Jürgen Grassl betont, dass der "FAST-Test" der bei der Früherkennung eines Schlaganfalles hilft. "Oft verleugnen Schlaganfallpatienten ihre Symptome oder versuchen, sie sich anderweitig zu erklären. Dadurch verzögert sich der Notruf, der Behandlungsbeginn, was die Morbidität sowie die Letalität steigen lässt. Aufwendige und langwierige Rehabilitation, verbunden mit hohen Kosten, sind auch für Familienmitglieder und Angehörige sehr belastend", so Grassl.

Mehr zur Kampagne, bei der auch Angehörige und Betroffene von ihrem Schicksal erzählen: http://www.samariterbund.net/schlaganfall