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SAM.I-Partner helfen: Ein Dach über dem Kopf für die Bergbauern von Marming

Wieder fahren wir nach Sindhupalchok, um zu helfen. Diesmal mit Alex und Ivan vom ASB Deutschland und Mads von der Danish People’s Aid. Die Organisationen sind wie der ASBÖ, Partner im internationalen SAM.I-Netzwerk. Gemeinsam haben wir zusammengelegt, um 1.000 Pakete mit je zwei Zeltplanen und Zubehör zu kaufen.


Die Menschen in den Bergdörfern warten auf ein Dach über dem Kopf. Marming liegt etwa 10 Kilometer von Tibet entfernt und ist nur am Fußweg über steile Bergpfade zu erreichen. Die vergangenen Tage nach dem Erdbeben sind für die Menschen besonders hart gewesen.

Mühsam bewegt sich unser Jeep vorwärts. Teilweise ist die Straße so eng, dass wir bei uns entgegenkommenden Lastwagen reversieren müssen. Riesige Felsen liegen am Rande der Fahrbahn. Die chinesische Armee hat die Straße nach Erdrutschen bereits freigelegt. Stellenweise ist die Fahrbahn abgesackt, imposante Risse ziehen sich durch den Asphalt. Später besteht die Piste nur noch aus schlammiger Erde, Steinen und vielen Schlaglöchern.

Wir erreichen Khadichaur. Im Dorf treffen wir unseren lokalen Partner, eine Frauenorganisation, die die Menschen in der Region Marming kennt. Die Helferinnen und Helfer der Organisation sind bei unserer Ankunft über Listen gebeugt. Der Lastwagen ist bereits beladen. Gemeinsam unterzeichnen wir ein Memorandum of Understanding. Und die Reise unserer Hilfsgüter geht weiter.

Eine Stunde später fährt der LKW in Chaku ein. Alex verteilt das erste Paket von der Ladefläche aus. Und in diesem Moment hat sich für ihn die gesamte Arbeit gelohnt. Es sind Mädchen, Frauen, alte Männer, die sich ihre Zeltplanen abholen. Geduldig warten sie, bis sie an der Reihe sind. Ein Mann faltet die Hände zum Gruß. Und dann verschwinden die Menschen wieder in die Berge. Ein dreistündiger Fußmarsch liegt vor ihnen.

Am Abend feiern wir unseren gemeinsamen Erfolg. Auch Sascha und Sascha von DPA leisten uns wie der Journalist Jan Gesellschaft. Wir fühlen uns wie Superhelden. In die ausgelassene Stimmung tritt der junge Kellner Samir. Er stammt aus einem kleinen Dorf in der Region Kavre und hat seit dem Erdbeben einen Job in der Stadt angenommen. Auch er braucht Hilfe. Nepal zählt auf unsere langfristige Unterstützung, um wieder auf die Beine zu kommen.

Unsere Partner vor Ort:
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland eV
Danish People’s Aid
SAMI International