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Schnabl: Erhöhung des Pflegegeldes wichtiger Schritt

Die derzeit hohe Inflationsrate macht vielen PflegegeldbezieherInnen zu schaffen. In Österreich haben derzeit rund 400.000 Menschen Anspruch auf Pflegegeld. In den vergangenen 15 Jahren wurde das Pflegegeld nur drei Mal erhöht - und zwar in den Jahren 1994 um 2,5 Prozent, 1995 um 2,8 Prozent und 2005 um 2 Prozent. "Eine neuerliche Erhöhung des Pflegegeldes ist dringend notwendig. Wir können nicht jene Menschen, die unsere Unterstützung dringend brauchen, im Stich lassen. Ein rasches Handeln ist absolut erforderlich", so Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.


Erfreut zeigt sich Schnabl, dass die LandessozialreferentInnen vergangene Woche den Begutachtungsentwurf zur Bundespflegegeldgesetznovelle mit großer Zustimmung verabschiedet haben. Sowohl die vorgeschlagenen Verbesserungen für demenziell Erkrankte als auch für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche wurden einstimmig angenommen. Auch die dringend notwendige Pflegegelderhöhung mit 1. Jänner 2009 wurde einstimmig begrüßt. Weiters sieht die Novelle eine Verbesserung bei der finanziellen Unterstützung von pflegenden Angehörigen vor. "Dieser von Sozialminister Buchinger erarbeitete Entwurf ist zukunftsweisend. Würde nun das Finanzministerium blockieren, hätte das weitreichende Folgen für die Betroffenen. Schließlich befindet sich die Inflationsrate derzeit auf einem Höchststand. Die Zahl der armutsgefährdeten Personen würde weiter steigen", warnt Schnabl.

Damit die zur Begutachtung stehende Novelle zügig im Parlament behandelt werden kann, muss sie noch vor dem Sommer im Ministerrat eingebracht werden. Schnabl appelliert nochmals an den Finanzminister, im Sinne der Betroffenen rasch und mit Nachdruck zu handeln.

 

Rückfragehinweis:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Bundesverband

Martina Vitek Tel.:0664/3582386

e-Mail: martina.vitek@samariterbund.net