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Seit 60 Jahren für Sie im Einsatz

Nur drei Jahre nach Kriegsende wurde von einigen engagierten Bürgern die Arbeiter Samariterbund Rettungsstelle Eichgraben gegründet. Dieses bahnbrechende Ereignis jährte sich heuer bereits zum 60. Mal - ein Grund zum Feiern!   Am Samstag, den 31. Mai, wurde dieses Ereignis mit einem großen Festakt auf dem Gelände der Rettungsstelle begangen.


Das Gelände der Rettungsstelle

Übergabe der Spende der Sepp Bugl Fonds an Sanitäter Daniel Auferbauer durch den Präsidenten

KTW 17334

Bürgermeister Wilhem Groiss

nicht nur Kinder-Schminken

Daniela udn Eva, zwei Mitglieder der Jugendgruppe

Hundstage

Erich Pfneißl und Hanna Bergsmann

Erika Gröbner, Erich Pfneißl

Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Fest- und Ehrengäste und den teilweise sehr berührenden Ansprachen des Obmannes Peter Habel und diverser Honoratoren, in welchen die Ereignisse der vergangenen 60 Jahre zusammengefasst und Pläne für die Zukunft konkretisiert wurden, folgte die Wagenweihe des neuen Rettungsautos.

Im Regeldienstbetrieb unter der Funkrufnummer 17-334 registriert wurde der Krankentransportwagen nun auf den Namen Doris getauft; Patin stand Zahnarztgattin Doris Kellerer, welche durch ihre großzügige Spende einen nicht unerheblichen Teil zur Anschaffung dieses Fahrzeuges beigesteuert hat. Hierfür möchte sich der Vorstand der Rettungsstelle Eichgraben im Namen der Mannschaft nochmals herzlich bedanken!

Weiters wurde unserem Kollegen Daniel Auferbauer, der durch den Brand seines Elternhauses fast sein gesamtes Hab und Gut verloren hat, durch den Präsidenten des ASBÖ-Landesverbandes Niederösterreich, Dr. Ulrich Stiaßny, ein Scheck übergeben. Dieses Geld stammt aus dem Sepp-Bugl-Fonds, einer Initiative innerhalb des Samariterbundes, welche sich zum Ziel gesetzt hat, Samariterinnen und Samaritern, welche unverschuldet in Not geraten sind, schnell und unbürokratisch Unterstützung zukommen zu lassen.

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil der Veranstaltung folgte das Rahmenprogramm, tatkräftig unterstützt durch das Team der Samariterbund-Roadshow unter Wolfgang Krenn. Leider war uns Petrus wohl etwas zu hold, da am strahlend schönen Nachmittag wohl viele Eichgrabnerinnen und Eichgrabner das Freibad dem Straßenfest der Rettung vorzogen! Einzig die jüngeren Besucher trotzten der Hitze und vergnügten sich den ganzen Tag über in der Hüpfburg.


In hervorragender Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Eichgraben wurde an der Kreuzung Auhofstraße/Wienerwaldstraße ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person simuliert. Wie im realen Einsatzgeschehen auch wurde das Autowrack erst durch die Feuerwehrmänner geöffnet, dann wurde der Patient mittels eines Rettungskorsetts so schonend wie möglich aus dem Auto gerettet und weiterversorgt. Durch die Erklärungen der Moderatoren - auch hier Rettung und Feuerwehr Hand in Hand - wurde den interessierten Besuchern ein Einblick in die Arbeit der Einsatzorganisationen geboten.

Auch das nächste Fallbeispiel war wie aus dem Leben gegriffen und bewies, dass Leben retten keine Frage des Alters ist! Es wurde angenommen, dass die drei zehnjährigen Mädchen Nina, Karo und Vanessa ihre Großmutter besuchen wollten und diese leblos auf dem Boden liegend aufgefunden haben. Sie starteten also, wie sie es in den Übungsstunden der Rettungsjugendgruppe gelernt haben, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung, auch Reanimation genannt, und wurden dann von einem Sanitäter-Team abgelöst.

Reanimation - eine schweißtreibende Sache! Trotzdem herrschte im Ambulanzzelt, wo neben laufenden Blutdruck- und Blutzuckermessungen auch Übungsstationen im Bereich der ersten Hilfe bereit standen, den ganzen Tag reges Treiben. Auch die Rettungsfahrzeuge konnten besichtigt werden.

Ein besonderes Highlight des Tages war natürlich die Anwesenheit der ASBÖ Rettungshundestaffel! Diese ist zwar in Ebreichsdorf stationiert, steht aber im Bedarfsfall natürlich auch der Gruppe Eichgraben zur Verfügung. Aufgrund von Platzmangel und Hitze wurde allerdings beschlossen, die Vorführung des Könnens dieser speziell ausgebildeten Tiere nicht abzuhalten. Dennoch standen die Hunde für Streicheleinheiten bereit und ihre Hundeführer beantworteten freundlich alle Fragen.

Den ganzen Tag über standen Gegrilltes und kühle Getränke zur Verfügung - Dank ergeht hiermit nochmals an die freiwillige Feuerwehr Rekawinkel, welche uns die erprobte Infrastruktur ihres Feuerwehrheurigen zur Verfügung gestellt hat! - und auch die Kaffee&Kuchentheke unter der charmanten Leitung von Silvia Nohsek erfreute sich größter Beliebtheit! Abends bestand noch die Möglichkeit, den Tag gemütlich in der sogenannten "Blaulichtbar", welche die Herren der technischen Leitung mit fröhlicher Musik in Schwung brachten, ausklingen zu lassen! Der Reinerlös geht dem Ankauf eines neuen Rettungsfahrzeuges zugute!


Alles in Allem: ein gelungener Abschluss von 60 Jahren - ein gelungener Start in die nächsten 60 Jahre!