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SMS hilft bedürftigen Menschen

Derzeit sind in ganz Wien Prominente in Samariterbund-Jacken auf Straßenbahnen und Plakatwänden zu sehen. Unter dem Motto "Jeder kann ein Samariter sein" zollen sie den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Samariterbundes Respekt. Gleichzeitig bitten sie um Spenden zugunsten des ASBÖ. Zu den Unterstützern der Kampagne gehören Persönlichkeiten wie Elisabeth Engstler, Thomas Brezina, Frank Hoffmann, Brigitte Neumeister, Roland Neuwirth oder Manuel Rubey.


Wer eine SMS an 0664 66 000 44 mit dem Betrag 5 sendet, spendet diesen Betrag für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. "Mit diesen Spenden unterstützen wir Menschen in Notsituationen", erklärt Mag. Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien.

 

Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung betreffen mittlerweile einen nicht unwesentlichen Teil der Bevölkerung. Menschen in schwierigen Lebenslagen werden nach einem differenzierten Betreuungsmodell betreut, das vom Fonds Soziales Wien gefördert wird. Der Samariterbund Wien betreibt derzeit zwei Einrichtungen für Wohnungslose, eine dritte wird gerade errichtet.

 

Das Übergangswohnhaus "R3" bietet seit November 2007 Frauen, Männern und Paaren vorübergehend Unterkunft. In 84 Doppelzimmern können bis zu 168 Bewohner leben. Ziel ist es, Menschen nach akuter Obdachlosigkeit ein stabiles Umfeld und professionelle Betreuung zu bieten.

 

Im "Haus SAMA", das im Juli 2008 eröffnet wurde, gibt es 26 Übergangswohnplätze. Mit Unterstützung durch Betreuer und Sozialarbeiter sollen Bewohner den Weg zurück in die Eigenständigkeit finden. Zudem stehen 24 sozial betreute Wohnplätze für Frauen und Männer bereit, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in eigenen Wohnungen leben können. In das "Haus SAMA" dürfen Bewohner mit einem Haustier einziehen.

 

Das Projekt "Pillergasse 24", für das im Herbst 2008 die Grundsteinlegung erfolgte, richtet sich an Menschen, die mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sowie an Menschen aus geriatrischen Einrichtungen, die nicht mehr eigenständig leben können. Die Einrichtung besteht aus zwei getrennten Häusern und wird 120 Menschen Platz bieten. Eine Wohneinheit mit Dusche, Küche und Wohnschlafraum umfasst etwa 25 Quadratmeter. Bezugsfertig sind die Wohnhäuser im März 2010.