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So gepflegt macht Leben Freude

Über 300 BesucherInnen nützten die „offene Tür“ am Sonntag, dem 17. September, um sich einen persönlichen Eindruck von Ambiente und Angebot im Samariterbund-Pflegekompetenzzentrum Stubenberg zu machen.


„Ich fühle mich hier wie eine Gräfin“, beschrieb eine Bewohnerin ihr Leben in dem Haus. Geboten werden in Stubenberg Urlaubs-, Übergangs- und Langzeitpflege mit vielen Zusatzservices für Menschen aller Pflegestufen.

 

Begrüßt wurden die Gäste von Betriebsdirektor Mag. Rolf Reiterer, der aus Anlass des einjährigen Bestehens des Hauses das Zusammengehörigkeitsgefühl des Pflege-Teams in Stubenberg hervorhob. Allem voran stehe der Respekt vor den Menschen. „Die Wahrung der Intimsphäre der zu Pflegenden und die Rücksichtnahme auf deren individuelle Bedürfnisse sind die Grundlage für das heimelige Lebensgefühl im Pflegekompetenzzentrum“, so Reiterer.

 

Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, bedankte sich beim Team für den engagierten Einsatz im Interesse der Menschen, die Betreuung und Pflege brauchen. Qualität und Kontinuität kennzeichnen die Leistungen des ASBÖ, der nicht nur als Rettungs- und Krankentransportorganisation anerkannt ist. Pflege zu Hause und in speziellen Einrichtungen sei „ein Thema, das heute für die Zukunft gelöst werden muss“, betonte Schnabl. Das Pflegekompetenzzentrum Stubenberg, „dem weitere folgen werden“, beweise, dass der Samariterbund konkrete Lösungen anbietet. Zudem hat der ASBÖ-Präsident ein „10 Punkte-Maßnahmenpaket“ erarbeitet, das „nachhaltige Lösungen für Ausbildung, Angebot und Finanzierung“ beinhaltet. Laut einer Studie der Weltgesundheits-Organisation WHO stehe Österreich im Bereich Pflege an letzter Stelle der EU-15: „Auch angesichts der demografischen Entwicklung besteht daher höchster Aufholbedarf“, appelliert Schnabl an die Politik: „Was bisher getan wurde, ist bestenfalls eine Beruhigungspille, aber keine sinnvolle Therapie“. Pflegende und pflegebedürftige Menschen dürften nicht kriminalisiert werden, wenn sie keinen anderen Weg sehen, als ausländisches Personal in Anspruch zu nehmen. Die Angebote – auch für die Pflege zu Hause – müssen ausgeweitet und Pflegenetzwerke geschaffen werden. Als erfolgreiches Finanzierungsmodell verweist Schnabl auf das Beispiel der staatlichen norwegischen Volksfürsorgeversicherung.

 

LAbg. Wolfgang Böhmer bedankte sich bei Schnabl für die politischen Ausführungen: „Es ist Aufgabe und Pflicht eines Staates, mit älteren Menschen ordentlich umzugehen“, wie er am Anfang seiner Festrede betonte. „In unserer Dienstleistungsgesellschaft haben die Leute ein Recht auf einen würdigen letzten Lebensabschnitt“, so Böhmer: „Wir dürfen ältere Menschen nicht vergessen, auch für sie muss jeder Tag einen Sinn haben.“ Ein „Umdenken“ stehe an: „Österreich ist unter den 10 reichsten Ländern der Welt. Wir können uns leisten, bei Pflege nicht nur an die Kosten zu denken.“

 

Bürgermeister Dir. Franz Hofer erinnerte an die Zeit vor einem Jahr: „Die damalige Schlüsselübergabe an den ASBÖ war ein Zeichen für einen Neubeginn mit dem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft“. Dem Samariterbund-Bundesverband dankte der Bürgermeister vor allem für die Finanzierung des Pflegekompetenzzentrums. Dieses sei nicht nur „eine Heimstätte für Pflegebedürftige“ geworden, sondern auch „ein humanitärer Arbeitgeber in der Region“.

 

LAbg. i.R. Kurt Gennaro, Obmann des ASBÖ-Landesverbandes Steiermark, bilanzierte das erste Jahr als eine „eindrucksvolle Demonstration von Kompetenz“. Die Probleme der Menschen im Bereich Pflege „sind spürbar“. Auch die bemühtesten Angehörigen würden einen Punkt erreichen, „an dem sie einfach nicht mehr können“. Das Pflegekompetenzzentrum Stubenberg „stellt mit qualifizierter und menschlicher Leistung ein Aushängeschild dar“. Gennaro drückte seine Freude darüber aus, „dass der Samariterbund in der Steiermark an Boden gewinnt“. Mit Dank an die MitarbeiterInnen des Pflegekompetenzzentrums und den finanzierenden ASBÖ-Bundesverband schloss sich Gennaro an seine Vorredner an – und bedauerte launig: „Es ist alles gesagt worden, nur leider nicht von mir …“.

 

Im Anschluss an die Festreden hielt Pfarrer Mag. Franz Ranegger einen berührenden Wortgottesdienst ab. Umrahmt wurde die Feierstunde vom Singkreis Stubenberg und Darbietungen der Volkstanzgruppe Stubenberg. Dank des – entgegen den Wettervorhersagen – strahlenden Sonnenscheins konnten sich die Gäste danach im Freien an kulinarischen Köstlichkeiten und der musikalischen Unterhaltung von „Alex & Samy“ erfreuen. Einen Einblick in die Leistungen des Samariterbundes konnten sich die BesucherInnen bei Erste-Hilfe-Demonstrationen und Multimedia-Shows verschaffen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich der Such- und Rettungshund „Benny“ und die Gesundheitstest-Station, an der kostenlos Blutdruck und Zuckerspiegel gemessen wurden.

 

Mag. Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer der Samariterbund Steiermark Rettung und Soziale Dienste gemGmbH, freute sich besonders über das rege Interesse der BesucherInnen am „Tag der offenen Tür“, die sich für ihre älteren Angehörigen detailliert über das Leben im Stubenberger Haus informierten: „Ich bin sicher, wir werden in unseren komfortablen Räumen bald neue BewohnerInnen willkommen heißen können“, resümiert Dihanits den gelungenen Tag.

 

Kontakt: Samariterbund-Pflegekompetenzzentrum Stubenberg,

8223 Stubenberg, Zeil 136

Tel.: 03176/80 765, Fax: 03176/80 765 970

E-Mail: office@pflegekompetenzzentrum.at

Internet: www.pflegekompetenzzentrum.at

Betriebsdirektor Mag. Rolf Reiterer,

E-Mail: rolf.reiterer@samariterbund.net

Pflegedienstleiterin: DGKS Mia Mouratidis-Klim,

E-Mail: mouratidis-klim@samariterbund.net

 

Rückfragehinweis: Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Bundesverband

Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Erika Bettstein

1150 Wien, Hollergasse 2-6

Tel: (01) 89 145 DW 188, 186, 219

erika.bettstein@samariterbund.net