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Sparpaket bedroht Finanzierbarkeit der Rettungsorganisationen

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) wird, wie alle Rettungsorganisationen, durch das Sparpaket der Regierung massiv angegriffen. Man rechnet durch die Erhöhung der Mineralölsteuer, die Kürzungen der Zivildienstbeiträge und den Wegfall der Zivildienstverlängerung mit Mehrkosten von rund 730.000 Euro jährlich. "Wenn die Gewerkschaften ihre Forderungen durchsetzen, dann müssen wir zusätzlich mit einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent rechnen, also weiteren 750.000 Euro", alarmiert Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des ASBÖ. "Keine Non-Profit-Organisation kann von einem Tag auf den anderen fast 1,5 Millionen Euro Mehrkosten bewältigen."


Alle Rettungsorganisationen sind seit Jahren mit steigenden Kosten und Abgaben konfrontiert, während auf der anderen Seite die Transporttarife der Krankenkassen und die Abgeltungen der Gemeinden nicht angepasst werden. "Mit dem Sparpaket werden die Rettungsorganisationen nahezu unfinanzierbar. Bund, Länder und Gemeinden müssen sich daher gemeinsam mit den betroffenen Organisationen an den runden Tisch setzen, um über die Zukunft der Rettungsfinanzierung zu sprechen", fordert Reinhard Hundsmüller. "Die Rettungsorganisationen von der Mineralölsteuer zu befreien wäre ein erster, wichtiger Schritt."

 

Sollten die durch das Sparpaket entstehenden Mehrkosten ohne Kompensation bleiben, würden den Rettungsorganisationen unter starken finanziellen Druck geraten: "Dann bliebe uns als einzige Möglichkeit, unsere Leistungen zu reduzieren. Und das würde jene Menschen treffen, die auf unsere Hilfe am meisten angewiesen sind; die Schwächsten der Gesellschaft", schließt der ASBÖ-Bundessekretär.